...Erstellt am 06.02.2012 by RealHeffer 2 Comments

Catherine (PS3-Review) 00

Heute für Euch gespielt:

Catherine“ aus dem Hause „Deep Silver“ entwickelt von Atlus (Shin Megami Tensei-Reihe).

Vincents Dilemma!

Vincents Leben könnte eigentlich nicht besser sein, sein Job ist nicht allzu anstrengend, seine Freundin Katherine auch nicht und mit seinen Freunden kann er viel Zeit verbringen und trinken.

Im Gegensatz zu Vincent will Katherine allerdings mehr und so wird der Wunsch nach einer Hochzeit bei ihr immer größer und lauter.

Doch als wär das nicht schon schwer genug für Vincent, so plagen ihn auch noch schwere Albträume in denen er über verschiebbare Blöcke immer weiter hinauf klettern muss. Und als wäre das nicht alles schon der absolute Super-Gau, trifft er auch noch auf die offenherzige Catherine, mit der er nach einer durchzechten Nacht quasi eine Affäre beginnt ohne ihr von Katherine zu erzählen.

Was macht Vincent nun? Bleibt er bei Katherine, die ihm beichtet schwanger zu sein oder geht er zu Catherine, die ihn umbringen will, wenn er sie betrügt.

Was haben die Albträume und die seltsamen Tode in der Nachbarschaft mit Vincents Dilemma zu tun?

Catherine (PS3-Review) 05

„It’s gettin hot in here!“

Catherine“ sieht genauso atemberaubend wie die namensgebende Protagonistin aus. Der komplette Anime-Look steht dem Spiel sehr gut und wird in den Zwischensequenzen perfekt eingesetzt. Auch in den jeweiligen Räumlichkeiten wird der Look durchgehalten und gibt dem Spiel so einen harmonischen Eindruck. Die Präsentation als Fernseh-Show rundet das Ganze auch noch ab.

Die Albträume passen trotz ihrer Block-Optik ebenfalls perfekt zum Gesamteindruck, auch wenn die Levels durch die Konzentrierung auf die Wand vor einem etwas an Bedeutung verlieren. Daher sollte man die „Einfahrt“ zum Traumlevel nutzen um einen Blick auf die doch recht abwechslungsreichen Level zu erhaschen, denn im eigentlichen Spiel bleibt dafür keine Zeit mehr.

Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich gestaltet und haben alle ihr spezifischen Merkmale, sowohl optisch als auch charakterlich. Besonders Ersteres wird Euch relativ bald deutlich vor Augen geführt.

Catherine (PS3-Review) 04

„Let’s talk about sex, baby!“

Nicht nur die Stimmern in „Catherine“ klingen wunderbar, auch die Musik und sonstigen Soundeffekte verbinden sich zu einem wohlklingendem Ganzen. Allerdings nur in Englisch, eine japanische oder gar deutsche Sprachausgabe gibt es nicht.

Ihr könnt im Spiel verschiedene Soundstücke freispielen, die dann in der Bar Euch über die Jukebox anhören könnt.

Catherine (PS3-Review) 06

„Please push the block!“

Sowohl in den Albtraum-Levels als auch in der realen Welt funktioniert die Steuerung von Vincent tadellos und man hat die paar Feinheiten der Bewegung sehr schnell raus.

Die Komplexität der Albtraum/Puzzel-Levels wird einem relativ schnell bewusst und ein voreilig gewählter Spiellevel gerne mal zuerst nach unten geschraubt. Vereinfacht gesagt müsst Ihr mithilfe von Umpositionieren von Blöcken Euch einen Weg nach oben bannen. Um Euch das Ganze zu erschweren gibt es verschiedene Blöcke wie unverrückbare, zerbrechliche, Bomben- oder Eisblöcke und noch etliche mehr. Daneben machen Euch noch kleine & große Gegner und ein tickendes Zeitfenster das Leben schwer. Zur Erleichterung bekommt Ihr aber während des Spielens noch besondere Power-Ups und Technik-Tipps.

Catherine (PS3-Review) 02

„We speak german!“

Nach fast einem Jahr von der japanischen bzw. fast einem halben Jahr von der amerikanischen Version bis hin zur Deutschen hat sich…

…leider zu wenig getan.

Die Zwischensequenzen haben natürlich deutsche Untertitel bekommen, aber alles sonst auch. Anstatt alle Texten und Schriften im Spiel selbst zu übersetzen werden auch diese untertitelt.

Doch auch bei diesem etwas halbgaren eindeutschen wurden sogar Fehler begangen, wie vergessene Untertitel beim Albtraum-Eintritt und offensichtliches Vertauschen von Antwortmöglichkeiten.

Catherine (PS3-Review) 03

Ich entscheide mich für Catherine!

Jetzt nicht in dem Sinne wie es Vincent tun muss, sondern ich entscheide mich für das Spiel „Catherine“! Es gibt wohl zur Zeit kein abgedrehteres und dennoch stimmigeres Gesamterlebnis als dieses hier.

Die kleineren Fehler, die eigentlich einfallslosen Blocklevels und die recht lieblose Anpassung an den deutschen Markt ändern an der genialen Story rund um Vincent, die zwei C/Katherines und die vielen Nebencharakteren nichts.

Catherine“ ist so voll von Entscheidungen und Gewissensfragen, so dass man es gar nicht erwarten kann es noch einmal zu spielen und einmal so richtig den Bösen raushängen zu lassen oder einfach mal nur der reinste Engel sein.

Witzig finde ich auch „Rapunzel“ welches praktisch als „Spiel im Spiel“ fungiert und im schicken 8-Bit-Look gehalten ist.

Deep Silver ist mit „Catherine“ ein absoluter Glücksgriff gelungen und ich kann nur jedem Videospiel-Fan mit Hang zum Skurrilen und Animes zum Kauf raten. Wer in dem sogenannten Horror-Erotik-Puzzler allerdings offensichtliche Freizügigkeiten sucht, ist hier fehl am Platz, wer sich aber für Kopf-Erotik mit ein paar kleinen Hinguckern interessiert sollte ebenfalls zugreifen.

Allen anderen empfehle ich noch sich folgenden Trailer zu Gemüte zu führen und dann doch „Catherine“ zu kaufen/bestellen.

Good Night, good Fight

.

Euer

RealHeffer

.

Vielen Dank an Deep Silver/Koch Media für die Überlassung des genialen Rezensionsexemplars.

Catherine (PS3-Review) 01

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2 Responses so far.

  1. [...] or Alive 5“ aus dem Hause „Tecmo Koei Games“ vertrieben durch die Koch Media GmbH (Catherine) entwickelt vom Studio Team Ninja (Dead or Alive- & Ninja Gaiden-Serie, Metroid: Other [...]

  2. Martin sagt:

    Catherine war eine wunderbare Abwechslung, mal wieder etwas frisches, ein bischen anderes.

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