...Erstellt am 20.04.2017 by Koji 0 Comment

Vroom in the Night Sky (Nintendo Switch)

Heute für Euch gespielt:

Vroom in the Night Sky“ aus dem Hause „Nintendo“ entwickelt beim japanischen Studio Poi Soft (Splash or Crash, Boku mo Sekai wo Sukuitai).

Vroom in the Night Sky (Nintendo Switch)  

Mit dem Motorrad durch die Lüfte!

Wie jeder von uns schon weiß, ist das Launch Line-up der Nintendo Switch eher dünn besetzt worden. Das große Highlight ist natürlich The Legend of Zelda: Breath of the Wild, wenngleich wir dieses tolle Abenteuer auch auf der Nintendo Wii U finden. Die Riege an wirklich guten Spielen bleibt momentan also klein, aber Nintendo hat einen neuen Kurs eingefahren, der uns auf kurz oder lang vielversprechende Spieleprojekte näher bringen kann. Die Rede ist von sogenannten Nindies! Nintendo möchte im Zuge der Switch Generation auch verstärkt auf Independent Entwickler eingehen und es ihnen ermöglichen kleine Spiele im E-Shop zu veröffentlichen. Es sollen schon sehr viele Spiele dafür in Entwicklung sein. Zu den ersten Veröffentlichungen zählt „Vroom in the Night Sky“. Als eine Hexe düsen wir mit einem Motorrad durch die Nächte und sammeln allerlei Items ein, durchfahren Sternringe oder legen gar Loopings hin. Es ist ein banales Konzept, doch gerade das kann so frisch wirken. Warum wir im Endeffekt trotzdem nicht überzeugt sind, erfahrt ihr gleich. 

Vroom in the Night Sky (Nintendo Switch)

Sterne hier, Sterne dort

Das Grundprinzip des Spiels ist sehr einfach gehalten: Wir haben ein Motorrad und dieses kann wie ein Hexenbesen durch die Lüfte fliegen. Es gilt die entsprechenden Sterntore zu durchqueren und einige Items einzusammeln. Mit etwas Koordination wird man diese Herausforderung im Nu schaffen, denn die Spielareale sind nicht besonders groß oder kreativ gestaltet worden. Soll also heißen, dass unsere Fahrt größtenteils problemlos verläuft. Das Abschließen der Levels ermöglicht das Freischalten neuer Gebiete. Manchmal wird dafür auch ein neues Motorrad benötigt, welches wir mit Sternenstaub kaufen können. Jener Sternenstaub lässt sich beim Fahren einsammeln und das war es im Groben auch schon. Gewürzt wird „Vroom in the Night Sky“ noch mit einigen Nebenaufgaben, die sich von den eigentlichen Hauptaufgaben eigentlich nicht unterscheiden. Der einzige Unterschied ist der Zeitdruck. Eine tickende Uhr zeigt uns an, wie viel Zeit noch übrig bleibt, um alle Tore zu passieren. Eine wirkliche Abwechslung finden wir also nicht. Sehr schade!

Hinzu kommt die Tatsache, dass neue fahrbare Untersetzer keinen wirklichen Unterschied im Spielgefühl vermitteln können. Es scheint mehr ein optischer Unterschied zu sein. Das Herumfliegen mag in den ersten Momenten noch ganz nett sein, aber schon bald fragt man sich, warum man die Möglichkeiten nicht ausreizt? Warum immer wieder nur durch Sterntore fliegen? Was ist mit richtig coolen Rennen mit einer entsprechenden Strecke? Das hätte sich doch wunderbar angeboten, zumal man das Geschehen auch noch mit Power Ups hätte verfeinern können. Somit kann man das Potential von „Vroom in the Night Sky“ in keiner Weise nutzen. Da sogar eine andere Hexe auftaucht und mit uns mal plaudert, ist es umso unverständlicher, warum es keine Rennduelle gibt. Die Dialoge sind selbstredend blass und wenig sinnvoll. Aus audiovisueller Sicht gibt es dann auch keine Lobeshymnen zu verzeichnen. Der Stil ist eingängig bunt, es ist nett gemacht, aber das war es leider schon. Abseits der des Charakter- und Motorradmodells zeigt sich das Spiel ziemlich detailarm. Die Areale sind karg, nicht sehr kreativ gestaltet und damit sehr monoton. Hinzu kommt eine fast permanente Vibrationsfunktion beim Fahren. Warum? Auch in diesem Bereich zeigen die Entwickler, dass sie zumindest bei diesem Spiel kein Fingerspitzengefühl haben. Die Vibrationsfunktion lässt sich glücklicherweise ausschalten.

Vroom in the Night Sky (Nintendo Switch)

Eine einsame Motorradhexe

Vroom in the Night Sky“ hat leider viele Defizite, weshalb man mit niedrigen Erwartungen herangehen sollte. Natürlich habe ich für viele Dinge Verständnis, handelt es sich auch um einen Indie-Titel eines kleinen Entwicklers. Doch trotz Wohlwollen muss man auch klar deklarieren, dass das Spiel sein vorhandenes Potential nicht zu nutzen weiß. Das Umherfliegen verkommt so zu einer eher anspruchslosen und wenig abwechslungsreichen Sache, die auch noch schnell durchgespielt sein wird. Länger als zwei Stunden wird niemand benötigen, doch aufgrund genannter Fehler, möchte das vielleicht auch niemand. „Vroom in the Night Sky“ verbleibt somit als unspektakuläres Spiel, bei dem das Fliegen anfangs noch nett anmutet, im Verlauf aber immer gleich bleibt. Auch aus technischer Sicht gibt es keine Punkte, die positiv hervorzuheben sind. Wirklich ärgerlich ist dann auch der ausschließlich auf Englisch vorliegende Text, welcher mit vielen Fehlern aufwartet. Mit besserer Qualitätskontrolle und mehr Esprit hätte diese Hexenfahrt eine wirklich heiße Fahrt werden können. In dieser Form sollte man sich den Kauf aber mehr als zwei Mal überlegen.

Vroom in the Night Sky (Nintendo Switch)

Hier noch ein Trailer zum Spiel:

Sayonara to dewa mata.

Koji (2014)

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Euer

Koji

 

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Vielen Dank an Nintendo für die Überlassung eines Download-Vouchers.

Nintendo

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