...Erstellt am 17.03.2017 by Koji 0 Comment

Boruto: Naruto the Movie (Anime)

Heute für Euch geschaut:

Boruto: Naruto the Movie“ aus dem Hause „KSM Anime“ vom Animationsstudio Pierrot (Tokyo Ghoul, The Last: Naruto (The Movie)) nach der Idee von dem japanischen Mangaka Masashi Kishimoto (Karakuri, Bench!).

Boruto: Naruto the Movie (Anime)

In die Fußstapfen des Vaters?

Die Naruto Geschichte ist groß, komplex und erfolgreich gewesen, doch die Saga um den Blondschopf Naruto hat sein Ende gefunden. Dieser bekannte Shounen Manga endete nach Band 72 und einige von euch haben jenen Ninja vielleicht sogar über all die Jahre begleitet. Da wird man ja fast wehmütig. Doch so ganz vorbei ist es noch nicht. Naruto und Co machen Platz für eine neue Generation an Ninjas! Dazu gehört Boruto, der Sohn des legendären Naruto, der in etwaige Fußstapfen treten möchte. Das Ganze schließt sich an den Epilog von Naruto Shippuden an und möchte auf dieser Grundlage eine neue Geschichte erzählen. Neben Boruto gesellen sich auch noch weitere, neue Charaktere hinzu. Boruto ist ebenfalls blond und außerordentlich frech. Vor allem aber ist er rebellisch und faul. Hier klingen schon einige Eigenschaften seines Vaters hervor, wenn man beide in ihren Kindeszeiten vergleichen möchte. Während sich Naruto für Boruto eine gute Ninjaausbildung wünscht, ist dieser rebellisch und hat so überhaupt keine Lust darauf.

Überhaupt ist die Beziehung zwischen den beiden eine Konfliktsituation, die nicht so einfach gelöst werden kann. Dadurch, dass Naruto vielen Pflichten nachgehen muss, hat er auch gar nicht genug Zeit, um sich seinem Sohn zu widmen. Auch durch diesen fehlenden Anschluss, mag sich jener rebellische Charakter herauskristallisiert haben. Doch das Ninja Training soll Boruto doch nur zu Gute kommen. In der Welt von Naruto ist das Ninjadasein schließlich Normalsache und nur wer die nötigen Fähigkeiten und das benötigte Wissen hat, kann es hier zu etwas bringen. Aber wenn Boruto nicht lernen möchte, dann kann er sein Potential auch nicht auszunutzen. Da kommt es doch gerade ganz recht, dass ominöse Wissenschaftler scheinbar etwas Revolutionäres erschaffen konnten. Mit diesem neuen Werkzeug kann man neue Ninjatechniken ohne Training erlernen und anwenden! Dass das Ganze nicht so einfach ist, wird Boruto auch noch erfahren müssen.

Boruto: Naruto the Movie (Anime)

Allerlei neue Gesichter

Boruto: Naruto the Movie“, neuer Film, neue Generation und neue Figuren! Hier dreht sich alles um die neuen, heranwachsenden Ninjas, wobei die Verbindung zu den altehrwürdigen Charakteren immer noch besteht, sind es doch zumeist die Kinder der bekannten Ninjas. Auftritte von Sasuke oder Naruto werden wir natürlich auch noch beiwohnen dürfen. Der Fokus liegt aber natürlich bei den neuen Charakteren. Dazu gehören Boruto Uzumaki, Sarada Uchiha und Mitsuki. Das ist das Dreierteam, welches wir begleiten dürfen. Ihr Weg zum Ninja beginnt hier aber erst. Will also heißen, dass die Ninja Prüfungen noch anstehen. Hier fühlt man sich als Kenner an nostalgische Momente mit Naruto zurückerinnert. Zugegebenermaßen: Wirklich Neues wird nun nicht erzählt. Die Elemente sowie die Struktur sind allseits bekannt, aber das ist nicht weiter schlimm. Neben den neuen Figuren, gesellen sich natürlich auch die ikonischen Charaktere der Handlung zu. Naruto und Sasuke sind ja nicht einfach verloren gegangen, vielmehr geraten sie durch den neuen Fokus nur in den Hintergrund.

Für den Fan reicht das aber aus, zumal dieser neue Weg mit Boruto eben auch neue Charaktere als Impuls benötigt. Überhaupt fokussiert sich „Boruto: Naruto the Movie“ über weite Strecken auf die Beziehung zwischen Boruto und Naruto sowie dem rebellischen Charakter des Sohnes, der mit seinen Handlungen auch etwaige Konsequenzen ertragen muss. In diesem Lernprozess erkennt man hier wie da einige Parallelen zu Naruto und seinem Anfang als angehender Ninja. Der Einstieg und die Einführung mit Boruto hat also angenehme Verbindungen für den Fan und das Ganze wird auch emotional mitfühlend inszeniert. Doch große Spannung möchte sich nicht entwickeln, da viele Ereignisse vorhersehbar sind.

Dies wird dann im Verlauf besser, wenn die Antagonisten stärker in die Geschichte eingreifen und die Bedrohung besser zu vernehmen ist. Auch wenn die Gegenspieler recht einfach gestrickt sind und deren Motive schnell hervorgelockt werden, so ist das der Punkt, an dem die angenehme und gut inszenierte Action einsetzt. Dies weckt den Zuschauer auf und wir dürfen interessanten Kämpfen beiwohnen, die in typischer Shounen Manier präsentiert werden. Doch das ist in Angesicht zu Naruto als Universum auch vollkommen in Ordnung. Der Film möchte schließlich die neuen, angehenden Ninjas einführen und thematisieren. Insbesondere Boruto als neuer Hauptcharakter möchte in seinen Eigenschaften, Merkmalen und Motiven ausgeschmückt werden. Dies gelingt dem Film, sodass ein ordentlicher Anfang gemacht worden ist. Darauf aufbauend kann eine Serie implementiert werden. Auch wenn „Boruto: Naruto the Movie“ überraschungsarm ist, so ist dieser für jeden Naruto Fan zu empfehlen.

Boruto: Naruto the Movie (Anime)

Aus technischer Sicht findet man die gewohnte Arbeit von Studio Pierrot vor. Diese hebt sich qualitativ von der Serie ab und ist mit anderen Naruto Filmen zu vergleichen. Es sieht also ordentlich aus. Vor allem die Figuren wissen hier mit ihren Bewegungen zu gefallen, sodass insbesondere die Actionszenen gut zu wirken wissen, was auch dank der netten Effekte gewährleistet wird. Abseits der dynamisch erscheinenden Action und den Charaktermodellen, sind die Areale und Umgebungen schon mehr zu kritisieren, weil es hier etwas an Details fehlt. Einige Hintergründe wirken dann doch sehr karg. Aber es bleibt festzuhalten: Das Wesentliche und Wichtige hat das Animationsstudio gelungen animiert. Die deutsche Synchronisation nutzt bekannte Sprecher für bekannte Rollen. Hier fühlen sich Kenner wohl, während sich die neuen Sprecher noch einfügen müssen. Doch sowohl Boruto, Mitsuki als auch Sarada machen einen zufriedenstellenden Job. Der rebellisch, naiv kindliche Ton eines Boruto wird hier gut eingefangen. Natürlich darf man auch auf die japanische Sprache samt deutschen Untertiteln zurückgreifen.

Die neue Ninja Legende

Wird Boruto zur neuen Ninja Legende? Dies lässt sich nach „Boruto: Naruto the Movie“ natürlich noch nicht sagen, aber er besitzt abseits von seinen blonden Haaren doch so einige Eigenschaften, die an seinen Vater erinnern. Nicht zuletzt ist auch dieser Einstieg, in dem die Probleme Borutos offenbart werden einer, der an Naruto selbst erinnert. Boruto hat keine Lust auf das Training, möchte nicht trainieren und auch kein großer Ninja werden. Diese rebellische Art rührt ein Stück weit auch daher, dass er sich von seinem Vater vernachlässigt fühlt. Da dieser mit vielen Aufgaben beschäftigt ist, kann sich Naruto nicht die nötige Zeit für seinen Sohn nehmen. In „Boruto: Naruto the Movie“ erhalten wir also eine Einführung in die neue Ninja Generation, lernen nach und nach neue Figuren kennen und fühlen uns an alte Naruto Tage zurückerinnert. Zwar verläuft das Geschehen überraschungsarm ab, aber Fans werden sich an den neuen Figuren erfreuen können. Wenn die Bedrohung im Verlauf wahrnehmbarer wird, dann kann „Boruto: Naruto the Movie“ seine Stärken auch in den Actionszenen zeigen. Trotz vieler bekannter Elemente eine Empfehlung für Fans des Naruto Universums. 

Boruto: Naruto the Movie (Anime)

Hier noch der deutsche Trailer zum Anime:

Sayonara to dewa mata.

Koji (2014)

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Euer

Koji

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Vielen Dank an KSM Anime für die Überlassung eines Rezensionsexemplar.

KSM Anime

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