...Erstellt am 27.01.2017 by Koji 1 Comment

God Eater (Anime)

Heute für Euch geschaut:

God Eater (Vol. 3) aus dem Hause „KSM Anime“ vom japanischen Animationsstudio Ufotable (Tales of Symphonia, Fate/stay night [Unlimited Blade Works]) entstanden unter der Regie von Takayuki Hirao (Yoyo & Nene: Die magischen Schwestern, Gyo).  

God Eater (Anime)

Heldentod

Mit dem nun dritten Volume der God Eater Serie findet das Ganze Spektakel nun auch sein Ende. In den letzten vier Episoden steuern wir gen Finale zu und können noch einmal einige spannende Kämpfe in dieser postapokalyptischen Welt beiwohnen. Protagonist Lenka hat sich immer steigern können und trotz seiner Naivität sowie Dickköpfigkeit hat er seine Kampffertigkeiten verbessert, während er als Mensch auch mehr Ruhe in sich bringen kann. Seine Aktionen sind nunmehr etwas überlegter und so erhält sogar den Posten eines Kommandanten. In dieser Position leitet er die Operation Meteorit, in welchem die Aragami durch spezielle Technik, den Lenkungsgeräten, an eine bestimmte Position gelockt werden sollen. Dort soll dann ein  Großangriff erfolgen, um möglichst viele Gegner zu besiegen. Hierbei möchte man sich derer „Cores“ bemächtigen, um die starke Energie für die Menschheit bzw. einem speziellen Projekt Fenrirs zu nutzen. Der Plan erscheint gut durchführbar, doch es kommt zu einem unvorhergesehenen Problem. Scheinbar wurden die Lenkungsgeräte gehackt, aber von wem? Lindow macht sich auf dem Weg, gefolgt von Lenka, um jenem Problem nachzugehen. Auf einmal tauchen mehrere Vajras auf. Unter ihnen auch der gefürchtete Dyaus Pita…

God Eater (Anime)

Operation Meteorit

Wie bereits erwähnt steuern wir nun zusehends gen Finale, doch die zehnte Episode hält etwas Überraschendes an sich. Während man sich am Anfang der Serie noch gefragt hat, worum es hier eigentlich geht, so hat der Verlauf der Serie zumindest stückweise immer mehr Informationen geben können, sodass auch Nichtkenner der Vorlage ein Verständnis erlangen können. Nichtsdestotrotz hat man sich bisher nicht unbedingt viel Zeit für die Charakterentwicklung oder Tiefe genommen. Es gab einige Konflikte, Probleme oder auch harte Kämpfe, in denen die Figuren zusammengeschweißt worden sind. Auch Alisa wurde mit der Darstellung ihrer Vergangenheit näher beleuchtet, sodass man ihre Beweggründe sowie Handlungen nachvollziehen können. Dennoch blieb der Hauptcharakter Lenka über lange Zeit doch eher blass. Er verhält sich wie ein typischer Shounen Held, der oft unüberlegt handelt, für seine Freunde eintritt und nach und nach stärker wird. Über einen langen Abschnitt der Serie hinweg scheint er auch in diesem typischen Konstrukt zu bleiben. Für die meisten Zuschauer mag Lenka nicht gerade der treibende Charaktermotor sein.

Episode zehn überrascht dann dahingehend, dass es sich intensiv um Lenka bemüht. Hier geht es um seine Vergangenheit, die alles andere als schön verlaufen ist. Man bekommt einen gewissen Einblick in seine Lebensgeschichte, den Erlebnissen oder auch Geschehnissen. Das Interessante: Viele Szenen sind in einem düsteren schwarz-weiß gehalten. Dieses Stilmittel passt dann sehr gut zu der Art von Rückblende und intensiviert das Düstere, welche die Welt in God Eater so an sich hat. Ich hätte mir zwar schon im Verlauf der Serie etwas mehr Charakterentwicklung bzw. Tiefe bei Lenka gewünscht gehabt, aber diese zehnte Episode sorgt dafür, dass Lenka dem Zuschauer doch etwas mehr im Gedächtnis bleiben wird. Er bleibt zwar ein typischer Shounen Held, aber der intensive Rückblick hilft uns seine Beweggründe zu verstehen. Vielleicht mag man sich dann sogar in einigen Aspekten mit ihm identifizieren können.

Diese vergänglichen Ereignisse fügen sich durchaus gut in die gegenwärtige Handlung und bilden damit ein ordentliches Konstrukt. Die Welt von God Eater wächst damit etwas an und scheint mehr Facetten zu besitzen, als man denken mag. Grundsätzlich bleibt, dass man in diesem Anime eine bedrohliche Stimmung vorfindet. Die Menschheit kämpft um ihr Überleben und die Aragami sind derart mächtig und erbarmungslos, dass schreckliche Tode allgegenwärtig sind, wenn man in den Kampf tritt. Diese apokalyptische Stimmung  wird sehr gut inszeniert und dargestellt. Manche Szenen wissen dahingehend auch leicht zu erschüttern oder für einen Moment zu schocken. God Eater macht keine halben Sachen. Abseits der speziellen Kampftruppen, gibt es natürlich auch Zivilisten, die in ihren alten Barracken leben. Derlei Siedlungen findet man oft vor. Allerdings sind sie von großen Aragami Angriffen auch nicht geschützt. Das Leben und das Verstehen der permanenten Gefahr sind erdrückend. Die Endzeit Stimmung ist also ein tragendes Element der Serie.

God Eater (Anime)

Neben dieser im Vordergrund stehenden Erzählung, in der natürlich auch so einige Kämpfe zu sehen sind, brodelt sich im Hintergrund etwas zusammen. Dies betrifft die Fenrir Gruppe rund um Johannes Schicksal selbst. Was wird da geplant? All das hat sich durchaus in Ansätzen gezeigt und wird nun immer stärker thematisiert, kommt man diesem Geheimnis, der Wahrheit auch immer näher. Beibehalten werden auch die bekannten Elemente der Vorlage und dessen Charme. Ein ebenfalls positiver Punkt ist, dass die Macher es geschafft haben das bekannte God Eater-Design mit all ihren Elemente in eine Serie zu überführen. Es fühlt sich als Kenner der Spielereihe nicht als falsch an, vielmehr ist man sehr daran interessiert, wie die Geschichte, wie die einzelnen Elemente nun aussehen. Ufotable zaubert hierbei sehr superbe Animationen auf dem Bildschirm, wie man es von ihnen erwarten konnte. Die Effekte sind großartig, die Bewegungen geschmeidig dynamisch und in Action einfach großartig. Dabei bleiben selbst die Hintergründe nicht auf der Stracke, geben sie dem Gesamteindruck noch mal einen kleinen Wow-Effekt.

Wir sind eine Einheit

Das letzte Volume von „God Eater“ fängt mit einer überraschenden Episode an, in der es um die Vergangenheit von Lenka geht. Dieser Einblick hatte bisher gefehlt und weiß nun zu gefallen, weil es der Hauptfigur endlich etwas mehr Tiefe geben kann, zumal die Inszenierung düster ist und durchaus einige Emotionen erwecken kann. Die Endzeitstimmung ist eine wirklich intensive, die sich bis zum Ende hin durchzieht. Man setzt die Videospielvorlage gelungen um und erzählt im Anime eine dem Medium gerechte Geschichte, die sowohl Fans als auch Neulinge unterhalten kann. Die Action wird dabei sehr dynamisch inszeniert. Kein Wunder, sind ja auch die Experten von ufotable verantwortlich, sodass trotz etwas anderem Stil sehr viel Bombast und Augenschmaus vorhanden ist. Gen Finale kommt es natürlich zu vielen Kämpfen sowie dem Lösen einiger Geheimnisse, sodass der Höhepunkt auch als solcher zu bezeichnen ist. Für Freunde der Action und Endzeitszenarien kann eine Empfehlung ausgesprochen werden. Auch Fans der Videospielreihe dürfen gerne reinschauen.

God Eater (Anime)

Hier noch ein Trailer zum Anime:

Sayonara to dewa mata.

Koji (2014)

.

Euer

Koji

.

Vielen Dank an KSM Anime für die Überlassung eines Rezensionsexemplar.

KSM Anime

One Response so far.

  1. Latarox sagt:

    Ich habe das Spiel für die PS4 auf dem Schirm, da wäre es natürlich nicht verkehrt sich den Anime dazu anzuschauen.
    Vielen Dank für das Review. Werde mal gucken ob ich die Serie irgendwo schießen kann 🙂

Leave a Reply


Unsere Sponsoren