...Erstellt am 28.10.2016 by Koji 2 Comments

Yomawari: Night Alone (PlayStation Vita)

Heute für Euch gespielt:

Yomawari: Night Alone“ aus dem Hause „NIS America (Nippon Ichi Software America)“ entwickelt bei der japanischen Hauptniederlassung von Nippon Ichi Software (htoL#NiQ: The Firefly Diary, The Witch and the Hundred Knight: Revival Edition). 

Yomawari: Night Alone (PlayStation Vita)

Der Alptraum beginnt

Es ist eigentlich ein normaler Spaziergang, wie jeder andere auch, doch nachdem ein kleines Mädchen nach ihrem Spaziergang zurückkehrt, geschieht das bizarre Geschehen. Sie kehrt verstört nach Hause, ihre Leine ist leer, der Hund weg und auch ihre Schwester ist nicht mehr aufzufinden. In dieser Nacht wird die Stadt von einem heimtückischen Nebel heimgesucht, die Dunkelheit umschließt alles. Man sieht keine Menschenseele mehr und auf einmal tauchen verschiedene, groteske Monsterwesen auf. Dennoch entscheidet sich das tapfere Mädchen dazu diese Stadt zu erkunden, um ihre Schwester zu finden. So macht sie sich mit einem kleinen Rucksack und einer Taschenlampe auf, um die Vermisste zu finden. Diese gefährliche sowie erschreckende Reise wird sie so schnell nicht vergessen. Der Beginn in „Yomawari: Night Alone“ zeigt sich hierbei überaus stark, weil es schon schnell eine intensive und dichte Atmosphäre aufbaut, während das Gezeigte einen erschüttert oder gar emotional mitnehmen kann. Dieser Beginn des Horrors ist ein wirklich guter und man fragt sich, was auf einen wohl noch lauern wird…

Yomawari: Night Alone (PlayStation Vita)

Das Geheimnis inmitten der Dunkelheit

Yomawari: Night Alone“ ist ein Horror Spiel, in welchem es vor allem um die Erfahrung geht. Die Erfahrung des Schreckens, des Grauens und der Angst stehen im Vordergrund und werden deshalb so interessant nahegebracht, weil wir keinerlei Verteidigungsmöglichkeiten haben. Die Flucht, das Wegrennen und Flüchten sind unsere Optionen, die man immer wieder nutzen sollte, wenn man in dieser gefährlichen Stunde überleben möchte. Aus der isometrischen Perspektive steuert man das kleine Mädchen, erkundet die Stadt, die sich immer weiter öffnet und versucht das Geheimnis dieser gefährlichen Reise zu lüften. Nicht zuletzt um ihre eigene Schwester zu finden. Die Stadt zeigt sich hierbei nicht gerade klein, vielmehr besitzt es verschiedene Areale, die man nach und nach erkundet. Steril ist es indes auch nicht, denn das Spiel lässt uns mit der Umwelt interagieren. Dazu gehören Objekte oder sogar Geister. Bei letzteren gibt es welche, vor denen man keine Angst haben muss. Bei anderen sollte man schnell das Weite suchen.

Hierbei gestaltet sich das Monsterdesign als sehr vielfältig und überzeugend. Angelehnt ist das Ganze an der japanischen Kultur und so bekommt man einige groteske Kreaturen zu sehen. Von bizarren Schattengestalten, Katzenköpfen oder komischen, nicht zu beschreibenden Wesen ist vieles dabei. Dies sorgt für eine wunderschreckhafte Welt mit Abwechslung, was auch für die Stadt an sich gilt. Mit ihren verschiedenen Arealen ist die Stadt nicht gerade klein und man wird schon einiges erkunden können. Ein schauriger Spielplatz, eine verlassene Einkaufspromenade, ein Friedhof oder auch ein gruseliger Tempel gehören dazu. Das Artdesign weiß hier wirklich zu gefallen, selbst wenn die optische Präsentation etwas simpel ist, so zeigt sich alles als Gesamtheit wirklich sehr stimmig, weshalb die Atmosphäre sehr stark ist.

Yomawari: Night Alone (PlayStation Vita)

Der Horror, der hier geboten wird ist in vielen Fällen ein subtiler. Es ist nicht so, als würde „Yomawari: Night Alone“ vor Action sprühen oder vor vielen Gegnern, die einen in die Enge treiben. Darum geht es überhaupt nicht. Viele Momente erscheinen nur implizit und machen damit die Erfahrung aus. Einen wirklichen Soundtrack gibt es während unseres gefährlichen Abenteuers nicht, vielmehr hört man nur die Schritte des kleinen Mädchens sowie das der Monster. Letztere können zuweilen sehr beunruhigend wirken. „Yomawari: Night Alone“ ist damit in keiner Weise überladen. Dazu passt es auch, dass sich das Spiel bezüglich der Erklärungen zurückhält und bezüglich der Geschichte auch kaum etwas erzählt, weil es primär um die Erfahrung geht, welche gut gelungen ist.

Wenn man vor den Monstern wegläuft, das Herzklopfen hörbar größer wird, man beim Laufen langsamer wird, die Kreatur aufholt, dann ist der Nervenkitzel in vielen Fällen großartig vorhanden. Auch die Angst oder zumindest die Anspannung bleiben von Anfang bis Ende auf gutem Level, wobei vor allem der Einstieg gehörig Eindruck hinterlassen kann. Auch der Kontrast zwischen dem putzigen kleinen Mädchen neben der Ausstrahlung der Stadt erscheint interessant. Überhaupt weiß die handgezeichnete Optik zu gefallen. Das Gesamtkonstrukt brennt kein Feuerwerk ab, aber es ist sehr stimmig. „Yomawari: Night Alone“ kann man als Nischenspiel der kleineren Sorte bezeichnen, dessen Spielzeit auch nicht ausufernd ist. Man kann etwa drei bis fünf Stunden einplanen.

Yomawari: Night Alone (PlayStation Vita)

Die Nacht endet…

Yomawari: Night Alone“ ist ein kleines, unscheinbares Spiel, von dem die meisten wohl noch nie etwas gehört haben. Ich würde zu einem kleinen Trailer raten, damit ihr euch ein Bild davon machen könnt, denn Horror Fans, denen es rein um die Erfahrung geht werden mit diesem Titel Spaß haben. Es ist technisch nicht aufwendig gemacht, das Horrorerlebnis schwächt sich im Verlauf etwas ab und auch eine wirkliche Geschichte sollte man nicht erwarten, doch all dies ändert nichts daran, dass „Yomawari: Night Alone“ eine gute Erfahrung gewesen ist. Vor allem der Anfang weiß sofort zu gefallen und zieht uns damit in den Bann des Schreckens, welches einen auch auf emotionaler Art mitnehmen kann. Die Erfahrung der Angst geschieht hierbei meistens über die subtile Erfahrung und dem, was man selbst fühlt und spürt. Jump Scares gibt es zwar auch, doch diese sind eher die Seltenheit. So wird der Trip bei der Suche nach der Schwester zu einer angenehm schaurigen Erfahrung, die zwar nach knapp vier Stunden ihr Ende finden wird, danach aber immer noch gewissen Eindruck hinterlassen kann und das ist als Lob zu verstehen.

Yomawari: Night Alone (PlayStation Vita)

Hier noch der Launch-Trailer zum Spiel:

Sayonara to dewa mata.

Koji (2014)

.

Euer

Koji

 

Vielen Dank an NIS America für die Zusendung eines Download-Vouchers.

NIS America

Touhou Genso Rondo Bullet Ballet (PlayStation 4)

2 Responses so far.

  1. KleinerVampir sagt:

    Wow! Erstaunlich, die Kombination aus (scheinbar) niedlicher Grafik und knallhartem Horror-Grusel…Ich hab beim ersten Reinlesen echt nicht vermutet, dass es sich hier um ein Horror-Spiel handelt. Wahrscheinlich ist das auch so gewollt von den Machern des Spiels: den meisten Grusel hat man immer da, wo man ihn nicht wirklich vermutet 🙂

  2. Kauti N. sagt:

    Die Grafik erinnert mich einwenig an link. Aber das ist echt Sweet. Aufjedenfall eine coole Kombi mit dem Horror. Sollte ich mal spielen….

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