...Erstellt am 21.10.2016 by Koji 0 Comment

Tokyo Marble Chocolate (Anime)

Heute für Euch geschaut:

Tokyo Marble Chocolate“ aus dem Hause „Kazé Anime“ vom Animationsstudio Production I.G (Ghost in the Shell Stand Alone Complex 2nd GIG, Psycho-Pass: The Movie) unter der Regie von Naoyoshi Shiotani (Psycho-Pass, Blood-C).

Tokyo Marble Chocolate (Anime)

Das Leben meint es nicht gut mit ihnen

Tokyo Marble Chocolate“ kann man als Film ansehen, der aus zwei Episoden besteht und damit zwei Perspektiven bereithält, die in Gänze den Film ausmachen. Es handelt sich hierbei um eine Liebesgeschichte zweier Menschen, die einige Probleme in ihrem Leben zu bewältigen haben und in Sachen Liebe nicht gerade mit Glück bewandert sind. Weihnachten naht und Chizuru ist gewöhnt an Liebesbeziehungen ohne Zukunftsaussichten und Alkoholabstürze. All ihre bisherigen Beziehungen verliefen im Sande und führten nur zu Trauer. Um noch Schlimmeres zu verhindern, möchte sie am Weihnachtsabend mit ihrem jetzigen Freund Schluss machen. Yuudai hingegen ist der schüchterne Typ, der unfähig ist sich für etwas einzusetzen. Damit bleibt er sehr unscheinbar, ruhig und inaktiv. Dies soll sich am Weihnachtsabend aber ändern. Um seine Gefühle komplett zu offenbaren und zu zeigen wie wichtig ihm alles ist, denkt er an ein sonderbares Geschenk. Zwei Episoden mit derselben Geschichte, doch mit anderer Perspektive. Einmal aus Sicht der Frau, dann aus der Sicht des Mannes. Findet sich diese Beziehung neu?

Tokyo Marble Chocolate (Anime)

Manchmal findet man im Zufall sein Glück

Zu „Tokyo Marble Chocolate“ gibt es eigentlich gar nicht so viel zu sagen, denn eine Episode dauert gerade mal knapp 30 Minuten und ist in sich abgeschlossen. Beide Perspektiven zusammengenommen ergibt das Ganze. Man erlebt die Handlung hierbei aus zwei verschiedenen Perspektiven und das ist eine interessante Idee seitens der Macher. Dies ändert aber nichts daran, dass die Geschichte an sich kurz und schnell erzählt sein wird. Daher darf man keine großen Momente oder gar eine deutlich erkennbare Charakterentwicklung erwarten, vielmehr erscheint „Tokyo Marble Chocolate“ wie eine Kurzgeschichte, die einfach, seicht, aber zuweilen auch schön dargestellt wird. Die beiden Charaktere erscheinen hierbei schon ziemlich hilflos. Man merkt ihnen große Unsicherheit an. Sie sind vom Leben gezeichnet und haben in Sachen Liebe keine Erfahrungen oder nur schlechte und das erleichtert den Umgang der jetzigen Erfahrung keineswegs.

Tokyo Marble Chocolate“ spielt mit dem drohenden, traurigen Ende einer solchen Beziehung und stellt diese durchaus nachvollziehbar dar, indem wir die Gedanken der Protagonistin verfolgen können. Die Basis funktioniert also, aber mehr als das vermögen die beiden Episoden bzw. in ihrer Ganzheit als Film nicht zu vermitteln. Dafür ist die angesetzte Zeit zu kurz, um mehr und intensiver zu erzählen. Deshalb ist es auch nicht unbedingt einfach direkt mit den Figuren mit zu fiebern oder sie sympathisch zu finden. Schrecklich sind sie nicht, aber agieren manchmal schon sehr naiv und unüberlegt. Man findet also hier und da einen deutlichen Griff zur Klischeekiste. Hierbei verbleibt die Geschichte überwiegend ohne Überraschungen, doch das Gezeigte weiß dennoch angenehm zu unterhalten, was vor allem auch an der optischen Präsentation liegt. Die Animationen erreichen zwar nie ein wirklich hohes Niveau, aber die Optik mit ihren Pastellfarben und dem eher ungewöhnlichen Stil sind reizvoll und tun den Augen gut. All das hat eine träumerische Art an sich, was sehr gut zur bittersüßen Geschichte passt.

Tokyo Marble Chocolate (Anime)

Die wahre Liebe?

Die Prämisse mit den zwei verschiedenen Perspektiven entpuppt sich als spannende Idee. Ja, einige Dinge mögen beim Schauen der anderen Perspektive vorhersehbar sein, aber es birgt auch viel Spannung, denn man erhascht mehr von den Gedanken jenen Charakters, dessen Perspektive erzählt wird. So ergeben beide Episoden langsam ein großes Ganzes und das weiß zu gefallen. Die Geschichte ist zwar einfach gehalten, die Charaktere nicht großartig ausgearbeitet und damit sind einige Ding leicht zu durchschauen, aber all das wird einer derart träumerischen, fast schon süß romantischen Art erzählt, dass man darüber hinwegsehen kann, sofern man einfache Liebesgeschichten mag. Dann ist man bei „Tokyo Marble Chocolate“ absolut richtig! Zusammen mit den Pastellfarben, dem etwas anderen Stil und dem passenden Soundtrack ergeben sich nette 60 Minuten mit einigen Gefühlen. Wer nach eben jenen Gefühlen sucht, kein Problem mit einer einfachen und mit klischeehaften Elementen gespickte Geschichte hat, der wird Spaß mit „Tokyo Marble Chocolate“ haben. Die deutsche Umsetzung zeigt sich von der Vertonung her von der ordentlichen Seite, während die Untertitel gut lokalisiert und lesbar sind. Eine nette Liebesgeschichte in 60 Minuten.

Tokyo Marble Chocolate (Anime)

Hier noch ein Trailer für Euch:

Sayonara to dewa mata.

Koji (2014)

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Euer

Koji

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Vielen Dank an Kazé Anime für die Überlassung eines Rezensionsexemplars.

Kazé - Anime & Manga

© 2007 Production I.G./Project Tokyo Marble Chocolate

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