...Erstellt am 18.10.2016 by Koji 1 Comment

Diener des Mondes (Manga)

Heute für Euch gelesen:

Diener des Mondes“ aus dem Hause „Tokyopop“ von der japanischen Mangaka Yui Kikuta (Shunkan Lyle, The Wizard’s Cat).

Das hier ist keine normale Firma

T.M. Job ist eine besondere Firma, die es in dieser Form wohl nur einmal gibt. Die Firma vermittelt  Personal der besonderen Art und dazu gehören Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten, Informationsterroristen oder ritterliche Kämpfer. Auch Monster bzw. Menschen mit Verwandlungsfähigkeiten gehören dazu und bilden damit eine außerordentlich extravagante Truppe, die mit speziellen Fähigkeiten sehr gefragt ist. Sozon ist ein Neuling in diesem Team, der in einer Art Probearbeit ist. Seine Aufgabe ist es jemand ganz besonderen zu rekrutieren: Es handelt sich hierbei um den Wolfsmenschen Virage, der dafür bekannt ist große Fähigkeiten zu besitzen. Allerdings hat es bisher noch nie jemand geschafft diesen für die Firma zu gewinnen. Es ist irgendwie immer gescheitert und damit scheint die Aufgabe Sozons fast zum Scheitern verurteilt zu sein. Doch es bleibt ihm nichts anderes übrig, als alles zu versuchen. Nur wenn er dies schafft wird er zu einem vollwertigen Mitglied der Firma. Andernfalls endet seine Arbeit schon bevor sie überhaupt erst angefangen hat.

Diener des Mondes (Manga)

Unterm Mond erstrahlend

Diener des Mondes“ ist mit zwei Bänden abgeschlossen und so bekommen wir im ersten Band schon einige Dinge geboten. Als erstes fallen einem die ersten zwei Farbseiten des Bandes auf, welche mit schönem Artwork versehen sind. Auf diesen Seiten erkennt man den präzisen und hübschen Stil der Mangaka, während die Farbgebung sehr hübsch und passend erscheinen. Dies ist schon mal ein guter Einstieg, der zeichnerisch darüber hinaus immer noch zu gefallen weiß. Dazu gehört das Figurendesign mit Wiedererkennungswert und teilweise prägnanter Kleidung, die bei Sozon beispielsweise ins Auge fallen. Sie schafft es die Mangaka schon früh in der Handlung etwas Besonderes aufzubauen, welches sie im Verlauf weiterfortzuführen versucht. Dadurch entwickelt sich schnell eine schöne Atmosphäre, die mit Fantasy Elementen anklingt. In einigen schnelleren Szenen fehlt es den Zeichnungen etwas an Wucht und Präzision im Ausdruck, aber abgesehen davon kann man überaus zufrieden sein.

Bei Sozon handelt es sich indes um einen klugen Burschen, der sein Handwerk versteht. Er mag schmächtig erscheinen, äußerlich etwas weiblich wirken, aber er ist kompetent. So gilt es für ihn den Werwolfmenschen Virage zu überzeugen, was von vornherein keine einfache Sache ist. Doch unser Sozon präsentiert sich als eloquent und zutraulich. Aus dieser Basis heraus entwickelt sich dann eine interessante Freundschaft zwischen den beiden und diese liegt im Fokus der Handlung. Die Entwicklung erscheint hierbei recht gut ausgearbeitet, trotz der Kürze der Geschichte. Man kann mit den beiden Hauptcharakteren etwas verbinden und ihre Freundschaft nachempfinden. Manchmal erscheint es auch, als sei es etwas mehr als Freundschaft, doch explizit wird nie etwas inszeniert, vielmehr überlässt die Mangaka den Lesern einen gewissen Interpretationsraum. All das ist durchaus spannend durchdacht und beim Lesen im ersten Band hat man nie das Gefühl von Langeweile.

Virage bildet dann in gewisser Weise das Gegenstück zu Sozon. Der Wolfsmensch hat mit seiner großen Statur und den langen Haaren einen gewissen animalischen Charakter. Dazu gehören natürlich auch ein wildes Auftreten und ein heißes Temperament. Kein Wunder also, dass man ihn bisher nicht „zähmen“ konnte. Die Rekrutierung ist also eine schwierige Angelegenheit. Doch schon bald wird man merken, wie sich die Freundschaft entwickelt und wie sich Virage öffnet und zutraulicher wird. Dies ist für den Leser mit am spannendsten. Da ist der Mangaka einiges gelungen, denn Handlungsverlauf sowie Charaktere erscheinen sehr stimmig. Abgerundet wird alles von Nebenfiguren, die einige Dinge andeuten können. Inwieweit sie eine Rolle spielen wird man im zweiten Band erfahren. Bis hierhin machen sie aber eine ordentliche Figur, welche Spannung zu versprechen scheint.

Diener des Mondes (Manga)

Ein zahmer Wolf?

Diener des Mondes“ überzeugt nicht unbedingt mit der Handlung an sich, denn die auf zwei Bänden ausgelegte Serie bietet dafür zu wenig Spielraum, wenngleich man interessante Ansätze bringt. Die wirkliche Stärke liegt in den Charakterinteraktionen, die sehr sympathisch sind und einige Dinge über die Figur offenbaren können. Die Entwicklung beider Protagonisten und deren Freundschaft erscheinen dabei als sehr gelungen. Man erfährt etwas mehr über sie und das Zusammenspiel der beiden ist wirklich herzallerliebst. Dabei bleibt man immer auf einen nachvollziehbaren Level, sodass die Mangaka nicht übertreibt. In vielen Szenen bleibt das Geschehen also glaubwürdig und deshalb macht es Spaß den beiden bei ihren Aufgaben zu begleiten. Hinzu kommen sehr hübsche Zeichnungen. Der Stil der Mangaka ist zwar noch nicht ganz ausgereift, aber ihre Bilder sind wirklich sehr schön anzuschauen, sodass man überdies ein optisch ansprechendes Werk erhält. Wer auf das Zusammenspiel zweier Charaktere Wert legt, dann kann sich „Diener des Mondes“ ruhig mal anschauen.

Und hier noch die Leseprobe zum Manga:

Sayonara to dewa mata.

Koji (2014)

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Euer

Koji

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Vielen Dank an Tokyopop für die Überlassung eines Ansichtsexemplares.

Tokyopop

One Response so far.

  1. KleinerVampir sagt:

    Das hört sich sehr gelungen, spannend und interessant an. Tolles Artwork obendrein – daher ist diese Reihe auch gerade eben auf meinen Wunschzettel gehüpft! 🙂

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