...Erstellt am 27.05.2016 by Koji 2 Comments

Seraph of the End: Vampire Reign (Manga)

Heute für Euch gelesen:

Seraph of the End: Vampire Reign“ aus dem Hause „Kazé Manga“ mit der Story von Takaya Kagami (Apocalypse Alice, Itsuka Tenma no Daiusagi) und den Zeichnungen von Yamato Yamamoto (9S, Deep Red Crimson).

Seraph of the End: Vampire Reign (Manga)Die Welt der Blutgefäße

Eine verheerende Epidemie kann fatale Folgen haben. Wenn man alleine an die Pest denkt, dann kommen einen die schlimmsten Bilder in den Kopf und man weiß, wie viele Menschen daran verstorben sind. In „Seraph oft he End – Vampire Reign“ geht es das Leben weniger Überlebender in einer Welt nach einer Epidemie, doch diese Krankheit holt viel weiter aus, als man denken könnte. Es bringt weltweit Tod und Verderben, doch dies in einem Ausmaß, welches man sich kaum vorstellen kann. Fast alle Erwachsenen erliegen an der Epidemie und so bleiben viele Waisenkinder alleine auf der Welt. Kurz darauf erscheinen monströse Vampire aus dem Chaos und versklaven die Kinder, um diese fortan als Blutreserven zu nutzen.

Sie leben in einer sogenannten Unterwelt, entfernt von der ihr bekannten Welt, an einem Ort eingesperrt und ohne Tageslicht. So etwas vertragen Vampire eben überhaupt nicht. Yuichiro und Mikael haben einen  großen Traum. Sie wollen von hier fliehen, an die Oberfläche gelangen und in ihre einstige Welt zurückkehren. Nur dann können sie ihr Leben entfalten und eventuelle Träume verwirklichen. Und diesen Schritt wagen sie zusammen mit anderen Waisenkindern auch! Es kommt zu einen dramatischen Fluchtversucht und der Preis für diesen Versuch ist hoch. Doch es bleibt keine Zeit für Wehmütigkeit. An der Oberfläche fragt ihn ein Mann, ob er gegen die Vampire ankämpfen möchte? Yuichiro wird in eine spezielle Organisation untergebracht, was sein Leben für immer verändern sollte.

Der Kampf gegen den Untergang der Welt

Seraph of the End: Vampire Reign“ nimmt sich Zeit, um die Handlung in den Grundzügen darzustellen. Hierbei kann man den Protagonisten in seiner schwierigen Kindheit begleiten, als Sklave der Vampire, als Blutgefäß eben und das ist durchaus interessant. Man kann in die naiven Gedanken der Kinder hineinblicken und auch erkennen, wie sich diese aufgrund der Umstände ändern sowie weiterentwickeln. Die Verzweiflung und die Angst werden nachvollziehbar dargestellt und wir als Leser bekommen Zugang zur Handlung, in welchem wir das Ausmaß dieser Zerstörung und Verknechtung verstehen können. All das ist spannend und die Portion Dramatik sowie Tragik ist bei solch einem Konzept natürlich vorprogrammiert und nicht neu.

Seraph of the End: Vampire Reign (Manga)

Dass diese Elemente auch manchmal etwas übertrieben wirken, ist normal. Schließlich handelt es sich auch um einen Shounen und als solcher übertreibt man manchmal gerne auf Kosten der Glaubwürdigkeit. Dennoch ist der Einstieg gelungen und die Geschichte zieht uns immer weiter hinein. Schnell bauen wir eine gewisse Bindung zu Yuichiro auf, den wir gefühlt schon länger begleiten und deshalb möchten wir wissen, wie es mit seinem Leben nach der Flucht weitergeht. Er ist einer Organisation beigetreten, die ihn zu einem Vampirjäger ausbildet. Man kann es als einen Kampf für die Menschheit verstehen, in der man gegen das Unheil vorgeht und sich wehrt.

Erkenntlich ist natürlich, dass Yuichiro noch mehr möchte. Rein von dem, was erlebt hat, ist es mit Sicherheit auch eine gewisse Portion von Rache dabei, welche ihn antreibt. Dennoch muss er lernen seinen Emotionen im Griff zu haben, um in kritischen Situationen die Oberhand zu behalten. Da gibt es also Potential für eine Charakterausarbeitung sowie -entwicklung. Ganz typisch für das Genre ist also die Entwicklung des Helden mit seinem Motiv zu einem starken Kämpfer, der für das eintritt und kämpft, was er anstrebt. Genre Fans werden dies mögen, denn die Geschwindigkeit ist angenehm hoch, besitzt Dynamik und wirkt nie langweilig. Auch die etwas ruhigeren Szenen in der Akademie sind interessant genug, wenn man die Charaktere beim Üben beobachtet. Außerdem ist Yuichiro ja nicht die einzige Figur der Handlung. Die weiteren Charaktere kennenzulernen ist ebenfalls eine unterhaltsame Sache.

Seraph of the End: Vampire Reign (Manga)Sehr schön geworden ist die grundsätzliche Atmosphäre des Mangas „Seraph of the End: Vampire Reign“, welches die Düsternis gut zum Ausdruck bringen kann. Man kann die angespannte Lage sehr gut nachvollziehen und das ist eine gute Grundlage für den weiteren Verlauf. Des Weiteren wissen auch die Kämpfe zu gefallen, welche Dynamik und Kraft in sich vereint. Zudem werden die Szenen auch mit der nötigen Blutigkeit dargestellt. Als letzte Säule gibt es dann noch das Zusammenspiel der Figuren, welche gerne mit Witz brillieren möchten. Dies nimmt die Anspannung etwas raus und macht mit den freudigen Szenen eben auch auf andere Art Spaß. Die Zeichnungen siedeln sich im guten Niveau und überzeugen mit einem ordentlichen Design. Der Stil mag nicht besonders erscheinen, aber der Mangaka versteht sein Zeichenhandwerk gut. Am Anfang des Bandes findet man eine aufklappbare Farbseite als Bonus.

Der Teufel, der im Herzen wohnt

Der Auftakt in „Seraph of the End: Vampire Reign“ ist gelungen. Man erhält einen netten, informativen Einstieg, der als Basis für die weitere Handlung fungiert, welche in der Folge zwar allseits bekannt abläuft, aber trotzdem zu unterhalten weiß. Es sind eben all die typischen Shounen Elemente vorzufinden. Unser Held Yuichiro hat ein Ziel und muss stärker werden. Dafür trainiert er hart, sodass wir mit Sicherheit eine Entwicklung erkennen werden. Hinzu kommen einige Comedy Elemente, das Schließen neuer Freundschaften sowie das Überwinden von Konflikten. Der Manga ist nichts Besonderes, aber es unterhält dank der netten Zeichnungen, der ordentlichen Geschichte sowie der düsteren Atmosphäre gut.

Hier noch eine Leseprobe für Euch:

Und hier noch ein Trailer zum Buch:

Sayonara to dewa mata.

Koji (2014)

.

Euer

Koji

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Vielen Dank an Kazé Manga für die Überlassung eines Rezensionsexemplars.

Kazé - Anime & Manga

OWARI NO SERAPH © 2012 by Takaya Kagami, Yamato Yamamoto, Daisuke Furuya/SHUEISHA Inc.

2 Responses so far.

  1. Makoto sagt:

    Die Leseprobe hatte ich schon gelesen, bevor ich den Anime angefangen habe und diese hatte mir sehr gut gefallen. Der Manga hat einen schönen Zeichenstil und die Geschichte finde ich sehr interessant und ansprechend. Und eins muss man dem Manga lassen, die Cover sind jedes mal ein Traum.

  2. KleinerVampir sagt:

    Ein ziemlich düsterer Manga, das habe ich auch in der Leseprobe gemerkt. Aber ich muß mich Makoto anschließen: zeichnerisch toll gemacht, auch die Perspektiven und die einzelnen Figuren – man kann sie meiner Meinung nach sehr gut unterscheiden (ein Manko vieler anderer Mangas). Auf jeden Fall klingt’s super spannend!

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