...Erstellt am 03.12.2015 by SirBozzy 2 Comments

Tales of Zestiria (PlayStation 4)

Heute für Euch gespielt:

Tales of Zestiria” aus dem Hause „Bandai Namco Games“ entwickelt bei Bandai Namco Studios, ehemals Namco Tales Studio (Tales of Xillia 2, Tales of Hearts R) unter der Leitung von Hideo Baba (Eternal Sonata, „Tales of“-Serie) und Animeszenen von Ufotable (The Garden of Sinners, Fate/stay night [Unlimited Blade Works]).

Die „Tales of“-Reihe hat am 15.12.2015 sein 20 jähriges Jubiläum und dies nahmen wir uns zum Anlass den neuesten Ableger der Serie, von Bandai Namco, genauer unter die Lupe zu nehmen. Veröffentlicht wurde das Spiel auf der PS3, PS4 und für den PC. Ob es sich lohnt Sorey, den Hirten, auf sein Abenteuer zu begleiten, könnt ihr nun hier nachlesen.

Tales of Zestiria (PlayStation 4)

Ein neuer Hirte ist geboren!

Die Geschichte handelt um Sorey, einem schon etwas reiferen Protagonisten, der seit seiner Kindheit im Dort der Seraphim lebt. Nur den besonders reinen Menschen ist die Gabe gegeben, mit diesen Wesen zu agieren. Zu seinen Hobbys zählt das Auskundschaften von Ruinen mit seinem Kindheitsfreund Mikleo, der ein Seraph des Wassers ist. Eines Tages begegnen sie einer jungen Dame, die Sorey wild entschlossen mit in sein Dorf nimmt und mit dieser Handlung beginnt auch schon die Geschichte rund um den jungen Hirten.

Die Geschichte greift im Grund ein immer wieder kehrendes Motiv auf. Auch in diesem Teil steht wieder der Kampf gegen eine übergroße Macht bevor, die es gilt endgültig auszulöschen. Das man nichts Neues erwarten konnte, war von Anfang an klar, da Bandai Namco von Haus aus darauf aufmerksam machte, dass man in Richtung Ursprung der Serie wieder steuern möchte. Und dies gelingt super, denn trotz dem stereotypischen Verhalten schaffen es unsere Helden immer wieder den Spieler ins Staunen zu bringen. Schon nach nur wenigen Minuten wünscht man sich, mit Sorey gemeinsam die Ruine zu erkundigen und sich jeder Gefahr zu stellen.

Tales of Zestiria (PlayStation 4)

Die Ferne ruft!

Wie gewohnt versucht „Tales of Zestiria” mit einer großen Open World zu überzeugen, schafft dies einfach nicht. Zwar sind die Gegenden riesig, doch kaum bestückt mit interessanten Blickfängen. Hin und wieder begegnet man einer Truhe oder einem Aussichtspunkt, doch gelten diese eher als Seltenheit. Vor allem in der ersten Gegend stößt man sehr schnell auf Eintönigkeit, wenn es heißt, laufe hier hin und da hin. Erschwerend dazu kommt noch, dass die Orte teils auf Deutsch übersetzt sind und mit der Karte nicht übereinstimmen. Auch gibt es für die Weltkarte selbst keine Marker, was also die Suche nach dem weiterführen der Quest erheblich kompliziert gestaltet und man dann schon mal öfter gezwungen ist, Gegenden endlos lange abzugrasen.

Veteranen dieser Serie wird auch auffallen, dass die Dungeons in „Tales of Zestiria” eher schlicht gestaltet sind. So gibt es kaum Rätsel, die einem den Kopf zerbrechen. Im Grunde spielt es sich hierbei wie ein Dungeoncrawler. Man läuft durch die Gänge eines Waldes, oder Kanalisation und vernichtet alles, was einem im Wege steht.

Erleichterung wird uns erst etwas später geboten mit Talenten, mit denen Verbündete ausgestattet werden können, die uns schließlich mit Heilmittel versorgen oder versteckte Truhen anzeigen. Besonders hilfreich sind auch die Herrscher des Landes, welche über Sektoren wachen und nach einem Kampf nützliche Funktionen freischalten, wie das Reisen von Speicherpunkt zu Speicherpunkt oder das Auffüllen von Truhen.

Tales of Zestiria (PlayStation 4)

Von einem Kampf in den nächsten!

Wie in der Spieleserie üblich warten wieder etliche Erklärungen auf den Spieler rund um das Spielgeschehen. Diesmal wird man allerdings nicht erschlagen mit Anweisungen, sondern „Tales of Zestiria” lädt zum Ausprobieren ein. Das mag für viele etwas überfordernd wirken, doch kehrt Bandai Namco ein wenig an die Ursprünge von Videospielen zurück. Doch bevor der Spieler nun genötigt ist stundenlang zu experimentieren, wartet in der ganzen Welt verstreut Monolithen die mit wichtigen Informationen auftrumpfen, die vor allem für den Kampf recht nützlich sind. Ein Nachteil hat das System, denn diese sind versteckt und liegen nicht wie bei anderen Spielen auf dem Weg, so dass man sie leicht verpassen kann. Glücklicherweise macht uns der Protagonist darauf aufmerksam, wenn er die Energie einer solchen Quelle erkennt.

Die Idee der Entwickler war es, das Kampfsystem dynamischer zu gestalten, was ihnen auch teilweise gut gelang. Nachdem man eines der auf der Oberwelt sichtbaren Monster berührt oder mit Soreys Schwert schlägt, geht es ohne weitere Unterbrechungen in das Kampfgeschehen über. So werdet ihr immer an der Stelle der Begegnung gegen den Feind kämpfen. Um Widersacher zu bezwingen könnt ihr eure Figur über das Feld bewegen, Angriffe und Kombinationen ausführen, spezielle Fertigkeiten einsetzen und neben Angriffen verteidigen, Gegnern auch geschickt ausweichen. Allerdings haben eure Aktionen Grenzen. Eure Freiheiten gibt euch der Seelenketten-Wert vor. Jede Aktion steht damit in Verbindung und zerrt an der Seelenketten-Leiste. Ist die Seelenketten-Leiste leer, muss diese, bevor man wieder agieren kann, wieder aufgeladen werden. Außerdem ist es möglich wie in Tales of Hearts R frei durch den Kampfring zu laufen, allerdings mit der Einbuße, dass die Seelenkette in dieser Zeit nicht gefüllt wird. Dennoch kann es sich als taktisch erweisen, da es den Gebrauch von Gegenständen und Zauber erleichtert. Ist der Kampf geschafft, wartet wie üblich das Bewertungssystem, dass die gewünscht Dynamik dann doch wieder etwas runter bremst.

Eine tolle und zugleich einzigartige Neuerung in „Tales of Zestiria” ist der Einsatz der Seraphen, die einem Menschen zugeordnet sein müssen. Dieser Kämpfer ist dann in der Lage sich mit dem Seraphen zu verbinden und sich zu verwandeln. Bei dieser Armatisierung wartet nett anzusehende Cutscenes, die man leider nicht skippen kann, was vor allem nach mehrmaligem Einsatz recht nervig wirkt. Im Laufe des Spieldurchgangs wird man des Öfteren auch mit mehr Seraphen als Menschen ausgestattet sein. Das ist besonders nützlich, wenn ein Seraph kampfunfähig wird und man diesen durch einen gesunden austauschen kann.

Tales of Zestiria (PlayStation 4)

Gewohnt hoher Anime und Musik Spaß!

Die Grafik sorgt wohl bei den meisten PS4 Usern für große Aufregung, denn einen großen Unterschied zur PS3 Version gibt es keinen. Allerdings sieht das Spiel im Großen und Ganzen alles andere als schlecht aus. Manche Aussichten wissen zu überzeugen und geben der Umgebung einen harmonischen Touch. Mängel finden sich eher in den kargen Gebieten, eintönigen Dungeons und den lieblos gezeichneten NPCs.

Qualitativ hochwertig wirken wieder die Animeszenen die von Ufotable bearbeitet werden. Besonders der Opening gehört hervorgehoben mit einem großartigen Titelsong aus der Feder von Motoi Sakuraba, der bereits die Musik zu Phantasy Star und Bravely Default komponierte.

Tales of Zestiria (PlayStation 4)

Fazit:

Als Fan der Serie war für mich klar, ich muss den Titel haben, trotz der sehr harschen Kritik aus Japan, die sogar bis Morddrohung reichte.

Leider wirkt zwar die Technik ein dahinter ein wenig lieblos, dennoch macht man mit dem neuen Teil der Serie nichts falsch. Die Charakter verhalten sich zwar klischeehaft, dennoch lassen sie viel Spielraum für die Charakterentwicklung und zahlreiche Wendungen offen.

Was mich besonders motivierte waren das Auskundschaften der weitläufigen Gegenden. Zwar mögen diese nicht sonderlich mit Details bestechen, trotzdem hat es einen Reiz sich durch das dynamischere Kampfsystem, sich in den nächsten Kampf zu stürzen. Veteranen möchte ich den Tipp auf dem Weg geben, den Schwierigkeitsgrad eine Stufe über das normale Spielverhalten anzusetzen, da das Spiel anfangs weniger fordernd ist und somit rechtschnell zum Dungeoncrawler mutiert. Der Grad kann im Laufe des Spielverlaufs jederzeit geändert werden. Zum Glück, denn trotz der Mächtigen Armatisierung wird man schnell an seine Grenzen stoßen.

Wie gewohnt wartet nach einmaligem Durchspielen ein NG+ mit dem dazu gehörigem Rangsystem, das einen weiteren Durchgang etwas erleichtern soll. Außerdem wartet noch der ein oder andere Dungeon auf den Spieler, den ihr nur nach einmaligem Durchspielen erreicht.

Zwar ist „Tales of Zestiria” nicht der beste Teil der Serie, dennoch kann es mit seiner Einfachheit gut überzeugen und sorgt für großartige Spielemomente rund um den Hirten Sorey.

Tales of Zestiria (PlayStation 4)

Hier noch der deutscher Launch-Trailer zum Spiel:

Keep on rockin´!

SirBozzy

.

Euer

SirBozzy

 

Vielen Dank an Bandai Namco Games für die Überlassung eines Rezenzionsmusters.

Bandai Namco

2 Responses so far.

  1. Thomas H, sagt:

    Für mich ist es ehrlich gesagt eins der shclehctesten Tales of Tielen die ich bisher gespielt habe, die Story finde ich in Vergleich zu den anderen Spielen eher schwach und technische Probleme gibts auch einige lästige (im Kampf das festhängen an Hindernissen sowohl von Charakteren als auch der Kamera).
    Es sit allgemein kein schlechtes spiel, aber in meinen Augen ein schlechtes Tales of.

  2. Alybubsen sagt:

    Werd es mir sicher auch noch holen nur bin grade voll mit anderen games beschäftigt . Aber hab mir schon den DLC bei Bandais VIP corner gesichert 🙂

Leave a Reply to Alybubsen


Unsere Sponsoren