...Erstellt am 01.10.2015 by Koji 4 Comments

Fate/stay night [Unlimited Blade Works] (Anime)

Heute für Euch geschaut:

Fate/stay night [Unlimited Blade Works]“ aus dem Hause „Peppermint Anime“ vom Animationsstudio Ufotable (The Garden of Sinners, Black Rock Shooter: The Game (Cut-Scenes)).

Fate/stay night [Unlimited Blade Works] (Anime)

Der Vorhang öffnet sich

Nach Fate/Zero bringt Peppermint Anime nun auch das Sequel aus dem Hause Ufotable raus. Zwar wurde Fate/stay night schon im Jahre 2006 von Studio Deen animiert, aber der Zusatz „Unlimited Blade Works“ zeigt den Unterschied auf. Man verfolgt hier eine andere Route, wie sie auch im Original der Visual Novel vorhanden ist, sodass es ein anderer Handlungsstrang ist. Eben jenen hat Studio Deen auch noch mit einem Film versucht abzudecken, welcher aufgrund der Kürze natürlich sehr gerafft erscheint. Diesen Film sollte man nicht mit dieser Serie von Ufotable verwechseln. Für Fans des Fate-Universums ist die Produktion von „Fate/stay night [Unlimited Blade Works]“ mit Sicherheit eine große Freude gewesen, weil sich das Studio Ufotable verantwortlich zeigt, dass ja auch schon Fate/Zero hervorgebracht hat. Auf hübsche Animationen darf man sich in jedem Falle freuen, aber wie sieht es mit der handlungstechnischen Umsetzung aus?

Der Anime setzt die Geschichte von Fate/Zero fort und es sind ganze zehn Jahre seit dem letzten Gralskrieg vergangen. Shirou Emiya, der von seinem Ziehvater aus den Flammen der Zerstörung gerettet worden ist, besitzt ein illusionistisches Ideal, weil er ausnahmslos allen Menschen helfen möchte. Dabei sollte ihm klar sein, dass dies eigentlich nicht möglich ist, doch durch einen Zufall sollte er derjenige sein, der eine Macht in Anspruch nehmen kann, welche er für gute Zwecke nutzen kann. Als Shirou zufällig einen Kampf zwischen den beiden Servants Archer und Lancer beobachtet, begibt er sich in große Gefahr, weil Lancer keine Augenzeugen zulassen kann. Von diesem verfolgt beschwört er letztendlich unwissentlich einen eigenen Servant. Den Servant Saber, welche ihn als Master anerkennt und von nun an zur Seite stehen wird. Der Kampf um den heiligen Gral beginnt erneut.

Fate/stay night [Unlimited Blade Works] (Anime)

From Zero – The Beginning

Nein, wir sind nicht wieder bei Fate/Zero, vielmehr geht es hier um die erste Folge, welche auch „Folge Null“ genannt wird. Dies ist ein Prolog, der 50 Minuten in Anspruch nimmt. In diesem guten Einstieg liegt der Fokus auf Rin Tohsaka, die der berühmten Magierfamilie Tohsaka entspringt. Wer Fate/Zero kennt, der wird die kleineren Details zu einem Gesamtbild zusammenfügen können. Aber selbst wenn nicht: Die Serie lässt sich auch ohne explizite Vorkenntnisse anschauen. In diesem Prolog ist Rin also die herausstechende Figur, die gerade versucht den stärksten Servant zu beschwören. Ihre magischen Fähigkeiten sind stark und sie möchte, trotz ihres jungen Alters, diesen Gralskrieg bestreiten. Die Vorbereitungen dazu sind eigentlich alle getroffen, doch durch einen Fehler beschwört sie nicht den gewünschten Servant Saber, sondern Archer, der von nun an ein wichtiger Begleiter sein wird.

Diese sogenannte „Folge Null“ lässt es am Anfang ruhig angehen. Sie führt uns in den Alltag von Rin ein und zeigt einige wenige Slice of Life Momente, welche mit netten Dialogen gespickt sind, wobei vor allem die Konversationen zwischen ihr und Archer unterhaltsam sind, da ihr Servant vor allem zu Anfang durchaus aufmüpfig ist und Rin schon mal aufziehen kann. Es sind aber gerade auch solche Dinge, welche die Beziehung der beiden im Verlauf der Serie festigt, sodass sich jeder auf den anderen verlassen kann. So ruhig es auch am Anfang gewesen sein mag, diese lichtet sich dann, wenn andere Servants auftauchen. Im Krieg um den heiligen Gral kann schließlich nur ein Master samt Servant gewinnen. Es gilt also die Gegner auszuschalten. Dementsprechend kommt es schon zum schön animierten Kampf zwischen Archer und Lancer, bei dem Shirou zufällig dabei war und in der Folge selbst zum Master wird.

Fate/stay night [Unlimited Blade Works] (Anime)

Dies ist der entscheidende Kampf

Nach wie vor gilt, dass der Krieg um den heiligen Gral ein großes Ereignis ist. Hierbei kämpfen sieben Master mit magischen Fähigkeiten und ihren Servants gegeneinander, um am Ende hoffentlich als Sieger dazustehen. Aber warum das alles? Der Gewinner wird sich einen beliebigen Wunsch erfüllen lassen können. Indes hat auch Folge 1 eine Lauflänge von 50 Minuten. Das Geschehen wechselt zu Shirou und zeigt seinen Alltag und wie er mit der ganzen Sache nun verwickelt wird. Dies schließt auch die Beschwörung des Servants Sabers mit ein. Es lässt sich also sagen, dass diese beiden Episoden einen durchaus umfänglichen Einstieg geben, bei dem teilweise etwas über die Hintergrundgeschichte sinniert wird ohne das man einen signifikanten Fortschritt erreicht, was nicht schlimm sein muss, da der Anfang trotz allem interessant genug dargestellt ist und insgesamt eben auch eine Basis ist, auf dem die nächsten Episoden aufbauen werden.

Zwar erwartet uns hier erst einmal keine atemlose Action, aber das Pacing passt und wirkt nicht zu langsam oder gar langweilig. Dieses nimmt nach dem Einstieg sogar zu, wenn das Geschehen etwas an Fahrt aufnimmt, die Action präsenter wird und mancherlei Aufeinandertreffen wirklich interessant präsentiert wird. Hierbei gilt auch wieder: Die Action nimmt nicht außerordentlich Überhand, sondern wird wohl portioniert in Szene treten. Doch wenn es diese mal gibt, dann ist sie unfassbar dynamisch, stark und hübsch inszeniert, dass man wirklich begeistert sein kann. Wichtig sind nämlich vor allem auch die Charakterzeichnung sowie die Figurenkonstellation allgemein, welche in „Fate/stay night [Unlimited Blade Works]“ ebenfalls eine Stärke ist. Es ist einfach sehr interessant zu beobachten, wie sich die einzelnen Paare, also Master und Servant, auskommen und wie sie zueinanderstehen. Da jeder Charakter durchaus seine Hintergrundgeschichte besitzt, die behandelt wird, so bekommt man einen tiefgründigen Eindruck über dieses Konstrukt.

Des Weiteren entwickeln sich im Verlaufe der Geschichte unterschiedliche Verknüpfungen zwischen den Charakteren, sodass auch ein paar Geheimnisse gelüftet werden. Fans des Fate-Universums werden die Figuren und deren Funktionen zwar unlängst kennen, doch dies ändert nichts daran, dass Ufotable gut Arbeit geleistet hat. Dadurch entwickelt sich nicht nur ein roter Faden, sondern auch eine positive Spannung, welche zu gefallen weiß. Das Zusammenspiel der Figuren erscheint auch nur deshalb so gut, weil viele von ihnen interessant und durchaus sympathisch erscheinen, wenngleich dieser Aspekt natürlich subjektiven Eindrücken zugrunde liegt. In Volume 1 wird schon ein sehr guter Grundstein für die weitere Entwicklung gelegt, sodass man nicht nur gut unterhalten wird, sondern sich auch auf die nächsten Folgen freut.

Vor der technischen Animationsqualität von „Fate/stay night [Unlimited Blade Works]“ kann man sich nur verbeugen und anschließend genießen. Die Gefechte haben wunderbare Effekte, wenn die Funken fliegen und auch die Umgebung in Mitleidenschaft gezogen wird. Man hat jedes Mal wirklich das Gefühl, dass jeder Schlag unglaubliche Wucht besitzt. Doch nicht nur die Action, sondern auch die ganz ruhigen Szenen haben immer etwas fürs Auge. Dank detaillierten Charaktermodellen und Hintergründen hat man als Animefan nicht wirklich etwas zu meckern, weil alles vorzüglich aussieht. Fate/Zero hatte schon eine große Qualität, was dies anbelangt, doch hier hat man sich noch ein wenig verbessert.

Indes zeigt sich der Soundtrack ebenso passend und stark zu den wichtigen Szenen, sodass man audiovisuell wirklich verwöhnt wird. Gelungen erscheint auch die Deutsche Synchronisation, die mit engagierten sowie erfahrenen Sprechern hervortritt. Die Stimmen passen zu den Figuren und hören sich stimmig an. In diesem Bereich hat sich Peppermint Anime verbessert. Natürlich ist noch Luft nach oben, aber es geht in die richtige Richtung. Zur Veröffentlichung selbst ist noch zu sagen, dass das Menü strukturiert aufgebaut ist und die obligatorischen Extras wie Clear Opening & Ending sowie Trailershow dabei sind. Die Untertitel sind in Weiß gehalten und lassen sich gut lesen.

Fate/stay night [Unlimited Blade Works] (Anime)

Nacht des Schicksals

Fate/stay night [Unlimited Blade Works]“ ist wunderbar inszeniert, optisch sehr ansprechend und insgesamt wirklich unterhaltsam. Dies zeigt das erste Volume von insgesamt vier schon sehr gut. Wir erhalten die inhaltliche Fortsetzung zu Fate/Zero, bei dem die sogenannte „Unlimited Blade Works“ Route adaptiert worden ist. Beide Serien können indes auch eigenständig ohne Vorwissen geschaut werden. Doch wer sich schon ein wenig auskennt, der wird bestimmte Dinge einfach schon wissen und dadurch direkt Verknüpfungen aufbauen können. Unsere Hauptcharaktere sind Rin und Shirou, welche die Handlung recht gut tragen können. Der rechtschaffene Shirou wird in diesem Kampf um den Gral immer wieder an seine Grenzen gehen müssen und sehen, dass man nicht immer jeden retten kann. Neben den wahnsinnig tollen Actionszenen, sind es eben auch die Charaktere und deren Interaktionen zueinander, welche die Serie spannend werden lässt. Eine sehenswerte Angelegenheit!

Fate/stay night [Unlimited Blade Works] (Anime)

Hier noch ein Teaser zum Anime:

Sayonara to dewa mata.

Koji (2014)

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Euer

Koji

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Vielen Dank an Peppermint Anime für die Überlassung eines Rezensionsexemplars.

Peppermint Anime

4 Responses so far.

  1. KleinerVampir sagt:

    Wow, Action plus super ansprechender Zeichenstil und spannende Story, das ist ein Anime, den man sich wirklich ansehen sollte! Hab ich gleich mal auf den Wunschzettel gepackt 🙂

    • Alybubsen sagt:

      Am besten schaust du dann vorher noch Fate Zero ist das Prequel dazu.

      Zum Anime selber er ist auf jedenfalls eine besser adaption als die version von Studio Deen.

      Aber auch hier krankt eben das es eine Adaption einer Visual Novel ist, mit 3 unterschiedlichen routen .
      Wären es im game alles durch die 3 story Arks erklärt wird und so jeder char genug zeit bekommt fehlt die zeit etwas für einige chars im anime.

      Ein weiteres Problem ist das viele der zu langen Dialoge die in einer VN sinn machen übernommen wurden in den Anime wo sie nicht ganz soviel sinn machen.

      Trotzdem ist es eine Hervorragende Serie, die man empfehlen kann aber halt nicht so gut wie Fate/ Zero, was eben einer Linearen Geschichte als Vorlage hatte und so das Pacing eben besser funktioniert im Anime.

  2. Deniz sagt:

    Ich habe mit Fate Stay/Night angefangen, da es zeitlich gesehen auch vor Fate Stay/Zero rauskam, und danach den Rest geguckt. Gehört zu einen meiner Lieblingsanime und würde es jedem weiterempfehlen.

  3. […] Fate Univserum ist riesengroß und erfolgreich. Die Serien Fate/Zero oder Fate/stay night [Unlimited Blade Works] sind unter Fans mehr als bekannt, doch das Universum aus dem Hause Type-Moon ist noch sehr viel […]

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