...Erstellt am 22.11.2014 by Koji 5 Comments

Fate/Zero *Ergänzungs-Review* (Anime)

Heute für Euch geschaut:

Vol. 2-4 von „Fate/Zero“ aus dem Hause „Peppermint Anime“ vom japanischen Animationsstudio Ufotable (Sonic X, Black Rock Shooter: The Game (Cut-Scenes)).

 

Fate/Zero *Ergänzungs-Review* (Anime)

Story (analog zur Originalreview):

Mit „Fate/Zero“ bekommen wir einen Anime, der auf den Lightnovels von Gen Urobuchi basiert, welcher unter anderem für den sehr erfolgreichen Anime Puella Magi Madoka Magica bekannt ist. Der Anime ist ein Prequel und spielt zehn Jahre vor „Fate/Stay Night“, welches hierzulande leider nie lizensiert worden ist, obwohl man diesen, wenn möglich, vorher geschaut haben sollte. Wer keinerlei Möglichkeit hat, der darf auch ohne Probleme mit „Fate/Zero“ beginnen, doch entfaltet sich die Wirkung der Geschichte nicht vollends, da mancherlei Aha-Momente ausfallen.

Wir befinden uns in der Stadt Fuyuki, ein Ort, welcher so einiges miterlebt hat, wohl aber keine positiven Ereignisse, sondern eher Kämpfe, Leid, sowie Blutbäder. Es geht um den Gralskrieg, ein Gral dessen Fähigkeit es ist allerlei Wünsche zu erfüllen und dieser erscheint alle 60 Jahre in eben jener Stadt, sodass sich verschiedenste Gruppen zusammentun, um diesen Gral für sich zu gewinnen. Im Detail sind es sieben Magier, sowie ihre eigens beschworenen Servants, welche sehr gute Kampffähigkeiten haben, weshalb intensive Kämpfe erwartet werden können. Einer der mächtigen Magier ist Kiritsugu Emiya, der für die Familie Einzbern in den Kampf ziehen soll, welche bisher erfolglos blieb. Sein Wunsch nach Frieden auf der Welt ist ein beachtliches Ziel, doch ist sein Weg bis dahin mit Sicherheit ein harter, sowie blutiger, denn er wird ohne Erbarmen Kämpfen müssen, damit die anderen Clans den Gral nicht für sich beanspruchen, denn dies würde die Balance der Welt ins Wanken bringen. Einer seiner ärgsten Konkurrenten ist wohl der ehemalige Priester Kirei Kotomine, der einst keinerlei Verbindung zur Magie hatte und an sich auch nie das Bestreben hatte den Gral für sich in Anspruch zu nehmen, aber er wurde hinein gedrängt, sodass er von darauf an lernte die Magie zu beherrschen. Scheinbar ohne wirklichen Antrieb, oder bewusster Intention stellt er sich seinen Gegnern und wird eine große Gefahr darstellen, denn mancherlei Person möge ihn manipulieren wollen, da seine Willensstärke kaum vorhanden ist. Nicht nur für Kiritsgu wird es eine wahrlich schwierige Schlacht, sondern für alle Beteiligten, denn es erwartet ein blutiger Konflikt voller Intrigen, sowie einer Dramatik, die den Zuschauer begeistern wollen. Denn Kämpfe gewinnt man nicht nur auf dem Schlachtfeld selbst, sondern auch dank einer guten Taktik, sowie Vorbereitung.

Fate/Zero *Ergänzungs-Review* (Anime)

Anmerkung:

Im Folgenden werde ich auf die entsprechenden Volumes (2-4) der Serie eingehen und dahingehend ein Gesamtfazit zur Serie verfassen. Grundlegende Informationen zur Serie findet ihr in der Review der ersten Volume.

Aufmachung:

Die ersten sechs Folgen des Animes „Fate/Zero“ fingen recht ruhig an, denn der Zuschauer wird in die Handlung eingeführt, weshalb längere Erklärungen und Dialoge vonnöten sind. „Fate/Zero“ ist das Prequel zu „Fate/Stay Night“, welches 2006 vom Studio „Deen“ produziert wurde. Mittlerweile läuft eine Neuauflage von „Fate/Stay Night“ aus dem Hause „ufotable“ in Japan an, die eine andere Story Route für die Handlung wählt. Kenntnisse zu diesem Anime oder der Original Visual Novel sind nicht erforderlich, würden in manchen Szenen aber Aha-Momente kreieren.

Wie bereits erwähnt erscheinen die ersten Folgen des Animes vielleicht etwas zäh, aber wer aufmerksam schaut, der wird einige interessante Gespräche mitverfolgen dürfen, weshalb man „Fate/Zero“ etwas Zeit geben sollte. Die Erklärung der grundsätzlichen Konstellation ist für den weiteren Verlauf sehr wichtig, damit der Gralskrieg mit seinen Beteiligten besser nachvollziehbar ist. Dieser Gral soll angeblich alle Wünsche erfüllen können und innerhalb einer bestimmten Zeitperiode taucht dieser auf und der Krieg soll entscheiden wer am Ende seinen Wunsch erfüllt bekommen wird. Hierbei müssen die Meister, allesamt meistens mächtige Kämpfer oder Magier, gegen andere kämpfen und diese töten. Es ist auch möglich nur den jeweiligen Servant zu besiegen, denn ein Meister ohne Servant an der Seite wird am Krieg nicht mehr teilnehmen können. Servants sind spirituell erscheinende Kämpfer aus verschiedenen historischen Zeiten, die nur für diesen Kampf gerufen werden. Werden sie besiegt, so werden sie in ihre jeweilige Zeit zurückkehren müssen.

Fate/Zero *Ergänzungs-Review* (Anime)

Unter diesen Meister gibt es Kiritsugu Emiya, der diesen Gral unbedingt erhalten möchte. Er möchte das Elend und die Ungerechtigkeit dieser Welt besiegen, während er den Missbrauch des Grals absolut entgegenstrebt. Diese Intention scheint mit der von seinem Servant Saber zu übereinstimmen. Sie ist eine stolze sowie mutige Ritterin und diese Ideale werden im Anime deutlich gemacht. Um den Gral zu gewinnen führt sie keine hinterhältigen Pläne aus, sondern kämpft ehrenhaft gegen andere, denn ihr Stolz verbietet ihr die Unfairness. Auch in den Gesprächen erscheint sie immer sehr respektvoll, wenngleich vielleicht etwas kühl. Kiritsugu und Saber haben also beide dasselbe Ziel, aber ihre Herangehensweise unterscheidet sich dramatisch, weshalb sich die beiden nicht gut verstehen. Daher gibt es auch kaum Situationen, in denen die beiden zusammenkämpfen, vielmehr versuchen sie es auf ihre eigene Art. Saber orientiert sich hierbei an Irisviel, der Ehefrau von Kiritsugu, die in jenem Gralskrieg noch eine immens wichtige Rolle einnehmen wird. Irisviel ist im Gegensatz zum scheinbar unnahbaren Kiritsugu deutlich fröhlicher, umgänglicher und freundlicher. Ihre Gangart sowie ihre Vorstellungen passen besser zu Sabers Art, sodass sich diese beiden Figuren gut verstehen. Solcherlei Figurenkonstellationen werden im weiteren Verlauf deutlicher und vor allem gut präsentiert. Ihre Eigenarten, Gedanken und Intentionen sind klar, während die Charaktere an Tiefe gewinnen. Die Stärke liegt also an den prägnanten Figuren, mit denen man sich identifizieren kann. Ihre Lage ist meistens sehr gut nachvollziehbar und dadurch wirken ihre Aktionen intensiver, weshalb „Fate/Zero“ emotionale Momente sehr überzeugend präsentieren kann.

Die Beziehung von Kiritsugu und Saber ist schön kontrastreich und ersterer ist ein interessanter Charakter, weil er eben nicht der typische Held ist. Wenn Kiritsugu mit unfairen sowie brutalen Mitteln an sein Ziel kommen kann, dann wird er diese auch definitiv nutzen, wohingegen Saber, die mehr nach einer typischen Heldin handelt, solcherlei Methoden meidet. Man fragt sich als Zuschauer warum Kiritsugu solch eine kühle Gangart hat, da er bei all den Aktionen keine Miene verzieht. Es scheint als würde ihm die Brutalität des Krieges vollkommen gleichgültig sein. Gerade wegen dieser Art, die nicht dem typischen Protagonisten Schema entspricht, wird Kiritsugu zu einem Hauptcharakter, der sehr interessant zu beobachten ist. Er strahlt immer eine gewisse Aura aus, die den Zuschauer überzeugt, aber es sind eben auch noch Saber, Irisviel und andere Figuren, die „Fate/Zero“ Tiefe verleihen.

Eine Oberflächlichkeit ist nicht zu erkennen, weshalb man mit jeder Figur etwas anfangen kann. Sie ist nicht einfach so da, sondern sie erfüllt eine Funktion innerhalb der Handlung, weshalb die Story schon alsbald an Spannung aufbauen kann. Wenn die Dramatik anzieht, dann ist man als Zuschauer gefesselt. Die Tode einiger Figuren werden einem nicht kalt lassen können und dies ist der Beleg dafür, dass der Anime vieles richtig macht. Gute Charaktere sind die Grundvoraussetzung für eine gute Handlung und diese wird sich vor allem in der zweiten Hälfte der Serie entfalten, wenn die Kämpfe sich zuspitzen, die Wendungen dramatisch und der Abgang einiger Protagonisten emotional ist. „Fate/Zero“ hat zu dem Zeitpunkt dann eine sehr dichte Atmosphäre, die einfach nicht mehr loslassen möchte, zumal auch die Vergangenheit von Kiritsugu offengelegt wird. Dadurch gewinnt der am Anfang so kühle Charakter an Tiefe und man versteht ganz genau warum er in dieser Form handelt. Der Anime lässt sich Zeit mit der Einführung, nur um dann im weiteren Verlauf die Bombe explodieren zu lassen. Die Exposition ist also sehr wohl wichtig für den Anime in seiner Gesamtheit. Die ersten 13 Folgen zeigen uns schon mal spektakuläre Kämpfe und einige interessante Handlungselemente, indem wir auch die Handlungsschritte der Antagonisten sehen dürfen.

Fate/Zero *Ergänzungs-Review* (Anime)

Dazu gehören die unberechenbaren Aktionen des Servant Caster, der zusammen mit seinem Meister nicht nach dem Gral aus ist, sondern seine Macht nur dazu nutzt, um zu töten, denn das Töten an sich macht ihnen Spaß. Dieser Umstand wird nicht toleriert, weshalb sich alle zusammenschließen, um diesem Treiben ein Ende zu setzen. Während dies in den Vordergrund rückt, entwickelt „Fate/Zero“ im Hintergrund seine Haupthandlung weiter, indem es Kiritsugu in den Fokus nimmt und seinen direkten Feind Kirei Kotomine zeigt. Was planen die beiden und warum entwickeln sich gerade diese beiden Figuren zu prägnanten Eckpfeilern der Serie? Sowohl der Haupthandlungsstrang, als auch die Nebenstränge wissen zu überzeugen und unterhalten mit Abwechslungsreichtum. Dies beweist vor allem die zweite Hälfte der Serie, welche die zuvor angedeuteten Elemente aufgreift und in einer beeindruckenden Art und Weise auserzählt. Spannung, Dramatik und audiovisuelle Ausarbeitung sind auf hohem Niveau.

Denn nicht nur die Handlung mit seinen guten Charakteren ist ausschlaggebend, sondern auch die hervorragende Animationsqualität. Was „ufotable“ hier bietet gehört wohl mit zum Besten: Die Effekte sind sehr gut in Szene gesetzt, die Action mit schnellem Tempo und Kamerawechseln wunderbar dynamisch. Wenn dann auch noch ein orchestraler Soundtrack ansetzt, dann ist der audiovisuelle Effekt überragend. Alleine deshalb ist der Anime schon sehenswert. Zwar besitzt er nicht übermäßig viele Kämpfe, aber wenn sie kommen, dann ist die Inszenierung auf hohem Level. Bezüglich der Deutschen Synchronisation lässt sich sagen, dass diese ordentlich ausfällt. Sie ist zwar nicht immer passend oder überzeugend genug, aber wer nur auf Deutsch guckt, der kann mit dieser Qualität schon leben. Auf Japanisch liefern die Sprecher eine sehr gute Leistung ab und überzeugen in geradezu jeder Szene. Das Bild der Blu Ray ist flüssig und mit einer Full HD Auflösung zeigt sie uns wunderbare Szenerien. In den enthaltenen Volumes lassen sich indes Postkarten finden, die zwar nichts Großartiges sind, aber es ist doch eine nette Dreingabe.

Fate/Zero *Ergänzungs-Review* (Anime)

Fazit:

Fate/Zero“ ist eine absolut sehenswerte Serie. Zwar ist sie im Grundsatz her auf dem ersten Blick ein Shonen Fight Anime, aber es gibt viele Faktoren, welche die Serie besonders hervorstechen lässt. Dazu gehört eben auch die Tatsache, dass die Serie nicht nur aus Kämpfen besteht, ganz im Gegenteil: Der Anime hat nicht mal viele Kämpfe und Action zu bieten, wenngleich diese überragend dargestellt wird.

Die Stärke liegt neben der Inszenierung in den Charakteren, die Tiefe aufweisen. „Fate/Zero“ lässt sich Zeit für den Aufbau von prägnanten Figuren, indem die Dialoge gehaltvoll, die Gedanken nachvollziehbar und die Erklärung von Hintergründen interessant ist. Dadurch erscheinen die Charaktere fassbar und man begleitet sie gerne durch den Gralskrieg. Außerdem gehört der Finalkampf für mich zu einen der bestinszenierten in der Anime Geschichte.

Fate/Zero“ ist demnach sehr unterhaltsam und für jeden Anime Fan zu empfehlen.

Und hier noch eine Preview von Peppermint Anime:

Sayonara to dewa mata.

Koji (2014)

.

Euer

Koji

.

 

Vielen Dank an Peppermint Anime für die Überlassung eines Rezensionsexemplars.

Peppermint Anime

5 Responses so far.

  1. Deniz sagt:

    Wollte ich mir schon immer mal angucken, ist ja auch ein muss, kam leider nie dazu…. die Liste ist lang :/

  2. […] of Sinners (Blu-ray-Edition)“ aus dem Hause „Kazé Anime“ vom Animationsstudio Ufotable (Fate/Zero, Black Rock Shooter: The Game […]

  3. […] [Unlimited Blade Works]“ aus dem Hause „Peppermint Anime“ vom Animationsstudio Ufotable (The Garden of Sinners, Black Rock Shooter: The Game […]

  4. […] of Symphonia“ aus dem Hause „KSM Anime“ vom japanischen Animationsstudio Ufotable (The Garden of Sinners, Fate/stay night [Unlimited Blade Works]) nach dem gleichnamigen Videospiel entwickelt beim Namco […]

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