...Erstellt am 21.11.2014 by Koji 1 Comment

Egostic Blue (Manga)

Heute für Euch gelesen:

Egoistic Blue“ aus dem Hause „EMA – Egmont Manga & Anime“ von der japanischen Mangaka Mio Tennohji (Meeting You, Don’t Rush Love).

Story:

Chiaki Nakura arbeitet in einem der Nobelhotels an der Rezeption und ist sehr gewissenhaft. Innerhalb der Arbeiterschaft gilt er als sehr gepflegt sowie zuverlässig. Eines Tages ist das ganze Hotel in großer Aufruhr, denn Harry Christophoros soll bald als Gast erscheinen! Er ist ein Multimillionär griechischen Adelsgeschlechtes und als dieser muss er entsprechend empfangen sowie bewirtet werden. Die Vorbereitungen laufen sehr konzentriert ab, doch bei der Ankunft des Star Gastes wird Chiaki vollkommen überrascht: Der Rezeptionist soll der persönliche Concierge von Harry werden und ihn den ganzen Tag über eine Servicekraft sein. Warum ausgerechnet Chiaki? Diesen Grund möchte er natürlich herausfinden, aber beim gemeinsamen Aufenthalt mit dem hübschen Millionär wird er noch mehr verwirrt. Harry verführt Chiaki!? Nach und nach werden die Gründe offenbart, dass Chiaki nicht rein zufällig ausgewählt worden ist…

Aufmachung:

Die hübsche Farbseite in „Egoistic Blue“ stellt auch gleichzeitig die typische Figurenkonstellation dar. Harry ist gut gebaut, strahlt große Präsenz aus und ist nicht zuletzt vom Adelsgeschlecht, während Chiaki vom Körperbau her weicher ist und charakterlich ebenfalls weiblicher wirkt und in dieser Beziehung eher den passiveren Teil einnimmt. Harry weiß ganz genau was er haben möchte und geht dementsprechend auch nach kurzer Zeit in die Offensive, um Chiakis Herz zu erobern. Diese Systematik ist absolut bekannt und dürfte nicht überraschen.

Egostic Blue (Manga)Diese Selbstsicherheit, die ein Harry innehat, strahlt er auch nach Außen aus und hat keinerlei Selbstzweifel, weshalb er seinen Chiaki auch langsam gekonnt um den Finger wickelt. Zwar ist all dies bekannt, aber eine unterhaltsame Geschichte kann man daraus trotzdem stricken und das schafft sie zum Teil. Nur zum Teil, weil viele Fragen einfach offen bleiben, während manche Aktionen nicht direkt nachvollziehbar sind. Der One Shot schafft es in keiner Phase eine gewisse Tiefe zu erreichen, denn viele interessante Ansätze bleiben oberflächlich. Aufgrund der Kürze muss man hier wohl Verständnis zeigen, aber als Leser wünscht man sich schon, dass zumindest ein paar Punkte näher beleuchtet werden.

Dazu verläuft die Story in einigen Abschnitten zu schnell und dies führt eben dazu, dass man die Entwicklung nicht ganz nachvollziehen kann. Harry kommt ins Hotel, ist für Chiaki eine fremde Person und kurze Zeit später verlieben sie sich schon einander und wollen gar nicht mehr ohne ihren Partner. Natürlich entstehen dadurch einige romantische Szenen mit Emotionen, aber so ganz logisch erscheint das Ganze nicht. Man hätte gerne noch etwas mehr von den Charakteren erfahren, um sie besser zu verstehen. Welche Eigenschaften haben sie und was führt dazu, dass sie sich so verhalten wie sie sich verhalten?

Neben dieser Hauptgeschichte gibt es auch noch eine weitere, die einen Kapitel in Anspruch nimmt und uns zwei andere Protagonisten vorstellt. Carl nimmt seinen Beruf sehr ernst und kaum Zeit für etwas anderes, aber eine Person scheint ihn richtig aufgewühlt zu haben: Morris! Doch dieser verschwindet auf einmal, nur um dann sieben Jahre später wieder aufzutauchen. Die Frage ist, ob Carl immer noch diese leidenschaftliche Liebe spürt? Diese auf etwa 50 Seiten erstreckende Geschichte wird insgesamt etwas ernster präsentiert als die Coverstory und man muss sagen, dass die Mangaka hier einen glaubwürdigeren Rahmen präsentieren kann, weil die Emotionen besser nachzuvollziehen sind. Außerdem erschafft sie eine andere Atmosphäre und verleiht dem One Shot nach der Hauptstory noch gute Abwechslung.

Zeichnerisch gibt es an „Egoistic Blue“ nichts zu meckern, denn sie fallen insgesamt sauber und gut aus. Wer sich im Genre auskennt, der wird diesen typischen Stil schon kennen. Daher wird man Tennohjis Darstellungen auch nicht unbedingt gut wiedererkennen, weil es viele ähnliche Zeichnungen gibt. Dennoch kann sie in einigen Panels viele sehenswerte Momente kreieren, die zu überzeugen wissen. Passend zum Charakter fällt Harry gut gebaut, gepflegt sowie cool aus. Dementsprechend wirkt auch schon optisch gegenüber dem schmächtigeren Chiaki dominant. Hierbei kann man aus dem Cover schon vieles ablesen.

Fazit:

Egoistic Blue“ wirkt ziemlich oberflächlich, denn die Geschichte schafft es kaum Spannung zu erzeugen, weil es keine wirklichen Konflikte gibt. Bevor sich etwas anbahnt, so ist das Problem auch wieder gelöst worden, weshalb der Leser nicht wirklich von der Handlung gefesselt wird. Alleine von der Story her wird man keinen allzu großen Unterhaltungswert entdecken. Gut geworden sind aber die Zeichnungen der Mangaka sowie die typischen Liebesszenen zwischen den Paaren. Von der Optik her werden Genre Liebhaber also zufrieden, aber sie sollten von der Handlung nicht viel erwarten. Für einen One Shot ist es aber schon in Ordnung.

Sayonara to dewa mata.

.Koji (2014)

Euer

Koji

 

Vielen Dank an EMA – Egmont Manga & Anime für die Überlassung eines Rezensionsmusters.

EMA - Egmont Manga & Anime

One Response so far.

  1. Deniz sagt:

    Hier bin ich mir sicher, dass der nicht in meinem Regal landet! 😀

Leave a Reply


Unsere Sponsoren