...Erstellt am 28.04.2014 by Koji 1 Comment

Sonate des Schicksals (Manga) 00

Heute für Euch gelesen:

Sonate des Schicksals“ aus dem Hause „Carlsen Manga!“ von der japanischen Mangaka Kaoru Ichinose (Megane Danshi Shinkasetsu, Mishonen Produce).

Story:

Der Manga „Sonate des Schicksals“ erzählt vier Kurzgeschichten, bei dem die Titelgebende Geschichte von der sehr talentierten Geigerin Shoko handelt, welche zu einer hochangesehenen Schule geht, in der das Geige Spielen natürlich im Vordergrund steht und auch ein Sieg in Wettbewerben das Ziel aller Schüler ist. Shoko scheint eine sehr besondere Hingabe dafür zu haben, so scheint es, als habe sie das Spielen dieses schweren, aber doch so schön anhörenden Instruments von Gott als Fähigkeit bekommen, um das interessierte Publikum damit zu begeistern. Man könnte meinen, dass sie damit alle Voraussetzungen erfüllt, um in Zukunft ein angenehmes Leben zu führen, ist sie auch noch äußerlich eine hübsche Person, aber weil die Schule den Wettbewerb untereinander so sehr auf Drill gestaltet, werden aus Freunden sehr schnell Rivalen, oder gar Feinde. Daher ist auch Shoko ein eher einsames Mädchen, welches nur wenige Freunde hat, während es doch viele Personen gibt, die in ihr etwas sehen, dass beseitigt werden muss. Zumindest wird Shoko nicht die Anerkennung gegeben, die sie eigentlich verdient hätte, viel mehr wird sie ausgegrenzt und geärgert, nur wenige halten zu ihr.

Sie lebt also ein doch anstrengendes Leben, wobei ihr Instrument der Zufluchtsort ist, bei dem sie sich vollkommen glücklich fühlt. Ohne vorliegende Noten spielt sie einfach das, was ihr gefällt, doch an einem kalten Wintertag wird sie in der Schulkirche von anderen Schülern eingesperrt. Aus Spaß ärgern sie die arme Shoko, welche nun an solch einem kalten Tag nun in der Kirche verweilen muss. Ohne Kraft, vollkommen kalt und müde sackt sie zu Boden, doch als sie wieder erwacht mag sie ihren Augen nicht glauben: Es sind ganze zehn Jahre vergangen, die Kirche sieht mitgenommen aus, die Atmosphäre ist eine andere, aber wie ist das bloß geschehen? Dann trifft sie auch noch auf den jungen Mann Kei, ebenfalls Geiger, der scheinbar ein ähnliches Leben wie Shoko führt, dabei aber gänzlich andere Ansichten besitzt. Beide werden sich nun näher kennenlernen und bilden eine Liebesgeschichte, welche die Grenzen der Zeit überwindet?

Die anderen drei Kurzgeschichten schlagen in dieselbe Kerbe und inszenieren eine Liebesgeschichte mit durchaus kontrastierenden Charakteren, wobei alle eine Gemeinsamkeit haben. Sie nutzen einige Fantasy Elemente, zeigen Phantastische Begebenheiten mit einem Hauch von Magie. Ichinose-sans Geschichten bleiben auf keiner klassisch normalen Ebene, sondern nutzen ein Stück des Möglichen im Unmöglichen als Motor.

Sonate des Schicksals (Manga) 01Aufmachung:

Sonate des Schicksals“ braucht in seiner Titelgebenden Geschichte nicht lange, bis es zu dem Moment kommt, bei dem man sich als Leser fragt wie diese zehn Jahre vergangen sind. So etwas passiert nicht einfach so, weshalb der Manga es schnell schafft etwas Mysteriöses zu erschaffen, dass gelüftet werden möchte, sodass es eine gewisse Spannung aufbaut, die den Leser langsam in die Welt der Geigenspieler zieht und das macht die Kurzgeschichte eben so kurzweilig, auch weil mancherlei Überraschung auf einem zu kommen, die man nicht direkt erwarten dürfte.

Interessant sind auch die beiden Charaktere der Geschichte Shoko und Kei, wobei sie trotz der schweren Bedingungen als ein fröhliches Mädchen erscheint, welches die Liebe zum Spielen einer Geige niemals verlieren wird. Sie spielt, weil es ihr Spaß macht, aber Kei sträubt sich vehement gegen diese Vorstellung und verkörpert die allgemeine Ansicht der Schule, dass die Geige nicht zum Spielen, sondern zum Kämpfen ist. Es ist seine Waffe, mit der er so vieles erreichen möchte. Dadurch haben wir zwei kontrastreiche Figuren, welche strebsam Musik spielen, aber einen vollkommen anderen Weg gehen und diese Tatsache birgt Konfliktpotential, sodass beide Charaktere oft sehr stark aneinandergeraten, wobei besonders solche Szenen eine gewisse Intensität offenbaren, welche den Manga in eine Richtung führt, bei dem der Leser tiefer eintauchen kann. Insgesamt kann man aber auch erkennen, dass sowohl Shoko, als auch Kei den jeweils anderen langsam verstehen lernen, denn solche Ansichten, die Art eines Menschen, all das hat einen Grund, weshalb sie sich näher kommen, sich respektieren, sowie sich in gewissen Punkten ändern. Kei erkennt, dass sein Weg vielleicht doch der falsche ist, das jener aggressive Weg ohne Rücksicht auf andere, oder jegliche Verluste nicht bestritten werden kann, wenn man ein großer Musiker sein möchte, der von allen respektiert wird.

Also hat man in der Kurzgeschichte auch eine kleine Form der Charakterentwicklung, die neben den Phantastischen Elementen die Handlung tragen und angenehm zu Ende gehen lassen. Klar ist aber auch, dass der Raum für mehr Hintergrundinformationen, oder Erklärungen fehlt, weshalb man sich darauf einstellen muss, dass nicht unbedingt jede Frage beantwortet wird. Dennoch schafft es die Mangaka in ihren Kurzgeschichten eine kleine, aber eben doch zauberhafte Welt zu erschaffen, in der sich zwei Personen in einer zwischenmenschlichen Beziehung näher kommen, sich verstehen, Konflikte lösen und sich vielleicht sogar lieben lernen? Als Basis gibt es also Romance Geschichten, die aber allesamt ein anderes Setting haben, weshalb auch Abwechslung geschaffen wird.

Zeichnerisch bieten die Darstellungen der Mangaka schöne Gesichter, die zum Teil sehr ausdrucksstark erscheinen können, während es typisch ist, dass Hintergrundzeichnungen eher partielle Beachtung geschenkt wird. Außerdem gibt es in einigen wenigen Situationen auch actionreichere bzw. dynamischere Zeichnungen, welche das Tempo gut darstellen, sodass man die Zeichnungen direkt in aktiven Bewegungen sieht. Als Bonus gibt es am Ende von „Sonate des Schicksals“ ein Bonuskapitel von Ichinose-san, sowie Anmerkungen über die vier Kurzgeschichten samt Erklärungen und interessanten Fakten.

Fazit:

Sonate des Schicksals“ vereint vier verschiedene Kurzgeschichten, die sich mit der Liebe, sowie den Konflikten befassen, erschafft hierbei aber grundlegend andere Settings, sowie Ausgangssituationen, sodass für Abwechslung gesorgt wird. Hinzu kommen magische Elemente, welche der Handlung den interessanten Touch verleihen, wobei eine kleine Charakterentwicklung insgesamt sogar zu sehen ist, obwohl man hier nur wenig Raum dafür hat. Dementsprechend entsteht aber keine signifikante Tiefgründigkeit, aber sehr wohl eine unterhaltsame Handlung für alle Shojo Fans, auch weil die Zeichnungen wunderbar passen, schaffen sie es mit guten Gesichtern für eine gute Atmosphäre.

Sayonara to dewa mata.

.

Euer

Koji

.

Carlsen Manga!

 

Deutsche Ausgabe/German Edition © Carlsen Verlag GmbH * Hamburg 2014

Kamisama no Sonata © 2012 Kaoru Ichinose

One Response so far.

  1. Katrin K. sagt:

    Als ich zum ersten Mal das Cover gesehen habe wusste ich sofort: MUST-BUY! Gesagt getan und ich hab ihn echt gemocht :3 Die verschiedenen Geschichten waren recht unterhaltsam und das Artwork ist großartig *___*

Leave a Reply


Unsere Sponsoren