...Erstellt am 14.04.2014 by Koji 4 Comments

Fate/Zero (Anime) 00

Heute für Euch geschaut:

Fate/Zero“ aus dem Hause „Peppermint Anime“ vom japanischen Animationsstudio Ufotable (Sonic X, Black Rock Shooter: The Game (Cut-Scenes)).

Fate/Zero (Anime) 04

Story:

Mit „Fate/Zero“ bekommen wir einen Anime, der auf den Lightnovels von Gen Urobuchi basiert, welcher unter anderem für den sehr erfolgreichen Anime Puella Magi Madoka Magica bekannt ist. Der Anime ist ein Prequel und spielt zehn Jahre vor „Fate/Stay Night“, welches hierzulande leider nie lizensiert worden ist, obwohl man diesen, wenn möglich, vorher geschaut haben sollte. Wer keinerlei Möglichkeit hat, der darf auch ohne Probleme mit „Fate/Zero“ beginnen, doch entfaltet sich die Wirkung der Geschichte nicht vollends, da mancherlei Aha-Momente ausfallen.

Wir befinden uns in der Stadt Fuyuki, ein Ort, welcher so einiges miterlebt hat, wohl aber keine positiven Ereignisse, sondern eher Kämpfe, Leid, sowie Blutbäder. Es geht um den Gralskrieg, ein Gral dessen Fähigkeit es ist allerlei Wünsche zu erfüllen und dieser erscheint alle 60 Jahre in eben jener Stadt, sodass sich verschiedenste Gruppen zusammentun, um diesen Gral für sich zu gewinnen. Im Detail sind es sieben Magier, sowie ihre eigens beschworenen Servants, welche sehr gute Kampffähigkeiten haben, weshalb intensive Kämpfe erwartet werden können. Einer der mächtigen Magier ist Kiritsugu Emiya, der für die Familie Einzbern in den Kampf ziehen soll, welche bisher erfolglos blieb. Sein Wunsch nach Frieden auf der Welt ist ein beachtliches Ziel, doch ist sein Weg bis dahin mit Sicherheit ein harter, sowie blutiger, denn er wird ohne Erbarmen Kämpfen müssen, damit die anderen Clans den Gral nicht für sich beanspruchen, denn dies würde die Balance der Welt ins Wanken bringen. Einer seiner ärgsten Konkurrenten ist wohl der ehemalige Priester Kirei Kotomine, der einst keinerlei Verbindung zur Magie hatte und an sich auch nie das Bestreben hatte den Gral für sich in Anspruch zu nehmen, aber er wurde hinein gedrängt, sodass er von darauf an lernte die Magie zu beherrschen. Scheinbar ohne wirklichen Antrieb, oder bewusster Intention stellt er sich seinen Gegnern und wird eine große Gefahr darstellen, denn mancherlei Person möge ihn manipulieren wollen, da seine Willensstärke kaum vorhanden ist. Nicht nur für Kiritsgu wird es eine wahrlich schwierige Schlacht, sondern für alle Beteiligten, denn es erwartet ein blutiger Konflikt voller Intrigen, sowie einer Dramatik, die den Zuschauer begeistern wollen. Denn Kämpfe gewinnt man nicht nur auf dem Schlachtfeld selbst, sondern auch dank einer guten Taktik, sowie Vorbereitung.

Fate/Zero (Anime) 02

Aufmachung:

Wie von Guilty Crown oder auch Sword Art Online bekannt kommt der Schuber ohne FSK Logo aus, wird aber indes von einem sehr schönen, sowie düsteren Cover geziert, welches die Kämpferin Saber, die Gefährtin von Kiritsugu, zeigt, während der Regen unaufhörlich niederprasselt und um sie herum überall Leichen liegen. Als Extra gibt es drei schicke Postkarten, wobei zwei der Motive nicht wirklich passend erscheinen, sondern ein wenig zufällig ausgewählt erscheinen. Schwarze Wolken, Regen, Blut: Alles Elemente, die man nicht gerade mit Hoffnung assoziiert und so ist es auch, denn „Fate/Zero“ erzählt eine Geschichte, welche mit vielen dramatischen Höhepunkten überzeugt, dabei den Schmerz, sowie die Grausamkeit des Krieges in seiner reinsten Form darstellt und deshalb als Anime Hit gilt. Allerdings sollte man nicht die pure Action erwarten, viel mehr spielt der Anime mit seinen mitunter brillanten Charakteren, sodass man als Zuschauer vor allem von den Dialogen überzeugt sein dürfte. So fängt die erste Folge auch letztlich an, die einen sehr ruhigen Grundton hat, erzählt sie die wichtigsten Einzelheiten um den Gralskrieg, sowie die Intentionen verschiedener Clans. Die Kenner von „Fate/Stay Night“ werden es vielleicht als langatmig empfinden, aber diese erste Folge erfüllt ihren Zweck für den weiteren Ablauf der Handlung, weshalb man sich davon nicht täuschen lassen sollte, da man mit dem ersten Erzählstrang die grundsätzlichen Dinge erklären möchte, um diese im weiteren auszubauen. Von diesem Punkt an schlittert man unaufhörlich zum großen Höhepunkt, gefolgt von vielen Intrigen, Wendungen und viel Drama. Genau das macht „Fate/Zero“ aus! Es erzählt anfangs zwar sehr gemächlich, aber doch interessant, bis es dann auf einem Mal voll aufdreht. Man wird sich dann nicht mehr von der Serie losreißen lassen können, weil die Spannung unglaublich hoch ist. Auch die Action nimmt zu, die Kämpfe unerbittlicher und das Sterben von einigen Charakteren erzeugt Emotionen, weil die Charakterausgestaltung sehr gelungen ist.

Der Protagonist Kiritsugu ist bspw. ein tragender Charakter der gesamten Serie, denn er versprüht Ambivalenz, Menschlichkeit, da man auch einige interessante Einzelheiten über ihn erfährt. Er möchte der Welt Frieden geben, weshalb er mit aller Macht an diesem Krieg teilnimmt, doch sind seine Methoden nicht gerade heroisch. Seine Gefährtin Saber, die durch ihn beschworen worden ist, ist indes eine Person mit anderer Ansicht, welche auch von ihrem Äußeren unterstützt wird. Sie möchte die Unschuldigen immer schützen, geht immer den rechten Weg und hält die Ehre für einen wichtigen Faktor, sodass der klassisch ritterliche Codex immer eingehalten wird. So ritterlich wie sie aussieht, so gibt sie sich auch in ihrer Gangart, welche immer sehr respektvoll ist. Dadurch haben wir zwei Figuren, welche für dasselbe Ziel kämpfen, dabei aber andere Vorgehensweisen bevorzugen, weshalb man hier einen schönen Kontrast hat, das Potential für bestimmte Konflikte beherbergt. Kiritsugu zieht alles in Erwägung, solange er seinem Ziel näher kommen kann. Durch die intelligente Darstellung des Charakters kann man seine Absichten aber nachvollziehen, weshalb man mit dem Charakter sogar mitfühlen kann. Des Weiteren sind die Konflikte der einzelnen Charaktere sehr intensiv, werden sie in Gesprächen, oder auch Monologen offenbart. Sie sind nicht unantastbare Helden, sie sind jederzeit verwundbar und können daran auch emotional zu Grunde gehen. Es sind keine 08/15 Charaktere, sondern facettenreiche Figuren, die unter anderem schwerwiegende Charakterentwicklungen durchlaufen, der Handlung dadurch aber so viel geben. Ja, „Fate/Zero“ ist weniger actionreich, als ein „Fate/Stay Night“, aber dafür ist die Tiefgründigkeit eine viel bessere. Wer einen gewissen Anspruch hat, wird diesen hier auch finden können. Keiner der Charaktere ist leicht zu vergessen und das sagt doch schon einiges aus, zumal auch die Antagonisten als solche wirklich genannt werden können, sind sie im weiteren Verlauf für einige intensive Höhepunkte zu verantworten.

Audiovisuell schlägt das Studio „Ufotable“ mit „Fate/Zero“ ein sehr hohes Niveau ein, welches das in die Jahre gekommene „Fate/Stay Night“ von Studio Deen natürlich in den Schatten stellt. Die Animationen sehen in den Actionszenen so schön flüssig aus, während die Farbkomposition stets eine düstere Atmosphäre entstehen lässt, die perfekt zum Drama der Geschichte passt, aber auch die ruhigen, sowie emotionalen Momente werden mit guten Kameraeinstellungen eingefangen, sodass sie ihre Wirkung auch nicht verfehlen. Optisch betrachtet hat man hier im Bereich Anime wirklich etwas fürs Auge, doch auch das Ohr hört mit. In dem Fall hört es teils wunderschön epische Kompositionen, die mit viel Dynamik, einer gewissen Hektik und einem brachialen Unterton diesen Gralskrieg anfeuert. Dieser passt in den meisten Szenen einfach perfekt und kann dadurch oftmals mit Leichtigkeit eine Gänsehaut entstehen lassen. Wie viele Animes können das schon von sich behaupten? Hinzu kommt eine wirklich sehr gute japanische Synchronisation, sowie eine ordentliche deutsche, die bei den Hauptcharakteren größtenteils gute Arbeit leistet, in manchen Szenen aber zu wenig emotional sind.

Fate/Zero (Anime) 01

Fazit:

Fate/Zero“ ist ein mehr als gelungenes Prequel und ist qualitativ auf sehr hohem Niveau, während es einige Querbezüge zu „Fate/Stay Night“ entwickelt, dabei seinen Weg auf gekonnte Art weitergeht, bei dem die Charaktere wohl zur größten Stärke dieses Animes gehören, können sie mit einer gewissen Tiefgründigkeit überzeugen, die den Zuschauer nicht kalt lassen, sondern mitfühlen lassen.

Auch die meisten Dialoge sind intelligent eingesponnen worden und man sollte sich vom für manch einen als zu langatmig empfundenen Einstieg nicht täuschen lassen, denn es wird noch einen immensen Anstieg an Spannung haben, welche bis hin zum Ende reicht.

Die ersten sechs Folgen von „Fate/Zero“ geben einen guten Vorgeschmack mit einer Basis für den folgenden Verlauf, während man schon die wunderschönen Animationen betrachten darf, die in den Actionszenen für ein tolles Erlebnis sorgen.

Fate/Zero (Anime) 03

Und hier noch eine Preview von Peppermint Anime:

Sayonara to dewa mata.

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Euer

Koji

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Vielen Dank an Peppermint Anime für die Überlassung eines Rezensionsexemplars.

Peppermint Anime

4 Responses so far.

  1. Alybubsen sagt:

    Fate/Zero ist einer meiner Absoluten Lieblings Animes freu mich riesig das er auch nun nach Deutschland kommt. Die geschichte ist übrigens das Prequell zum Game Fate Stay Night wer nur den Anime gesehen hat wird viele anspielungen nicht verstehen besonders den teil mit Zoken und Sakura der nur in der Havens Feel Route erklärt wird.
    Beide Fate Aniem Adaptionen waren mehr schlecht als recht, deswegen wird UFO Table ja auch dieses jahr ein remake davon bringen nach dem sie so ein unglaublichen jop mit Fate/Zero geleistet haben.

    Aber zu Zero : Die interaktion der Chars ist Großartig vorallem da es keinen klaren Hauptchar gibt sowohl Waver ,Emiya und auch Kotomine sind Zentrum der Geschichte . Es ist auch immer wieder klasse zu sehen wie man bei Type Moon legendäre Charaktere angeht und durch aus mal sehr abweichend darstellt. Die serie überzeugt ja nicht nur durch Top animatin und Sound sondern vor allem durch tolle Interaktionen zwischen den Charakterenen ich glaub ich könnte Kotomine und Gilgamesh den ganzen tag bei reden zusehen und hören.

    Ich kann Fate Zero nur jedem empfelen man bekommt einen der besten Animes der lezten jahre hier.

  2. […] Irisviel von Einzbern taucht dann auch noch ein Charakter aus Fate/Zero auf, die Mutter von Illya. Die andere Darstellung bekannter Figuren hat seinen Reiz und ist ein […]

  3. […] Neben der Gaming Area finden wir übrigens auch Peppermint Anime, welche mit Sword Art Online oder Fate/Zero einige Kracher haben. Außerdem kann man dort auch die Musik CDs von Mashiro Ayano oder Aimer […]

  4. […] Fate Univserum ist riesengroß und erfolgreich. Die Serien Fate/Zero oder Fate/stay night [Unlimited Blade Works] sind unter Fans mehr als bekannt, doch das Universum […]

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