...Erstellt am 27.02.2014 by Koji 6 Comments

Tales of Symphonia Chronicles (PlayStation 3) 00

Heute für euch gespielt:

Tales of Symphonia Chronicles“ aus dem Hause „Namco Bandai Games“ entwickelt beim Namco Tales Studio (Tales of Xillia, Motos) mit dem Charakterdesign von Kōsuke Fujishima (Sakura Wars, Oh! My Goddess).

Tales of Symphonia Chronicles (PlayStation 3) 07

Story:

Mit „Tales of Symphonia Chronicles“ bekommen wir eine HD Neuauflage der Titel „Tales of Symphonia“, dass seinerzeit auf dem Nintendo Game Cube herauskam, sowie dem Titel „Tales of Symphonia: Dawn of The New World“, welches handlungstechnisch anknüpft.

Im Original Symphonia begleiten wir den Helden Lloyd Irving, einem noch jungen, aber doch schon sehr mutigen Burschen, der mit einem Schwert umzugehen weiß. Lloyd wohnt außerhalb des Dorfes Iselia in der Nähe eines Waldes mit seinem Vater Dirk, der ein begnadeter Waffenschmied ist. Dirk hatte Llyod als ganz kleines Kind aufgenommen, weil dessen Mutter umgekommen ist. Seitdem sieht er in ihn einen wahrlichen Sohn, sodass die Beziehung zwischen beiden wie eine wirkliche Vater Sohn Beziehung ausschaut. Im schön beschaulichen Dorf Iselia geht Lloyd ganz normal zur Schule und hat mit Genis, einem Elfen, sowie Colette gute Freunde gefunden. Colette gilt als die Auserwählte, welche nach einem bestimmten Ritual im Tempel auf eine Reise gehen soll, um bestimmte Siegel zu finden, damit die Welt erneuert werden kann. Eine Erneuerung, welche zur Rettung der Welt unumgänglich sein soll, weshalb Colette auch die Tochter eines Engels ist. Der Vorgänger Colettes hatte seine Prüfung indes nicht erfolgreich abschließen können, weshalb diese Reise fast schon erfolgreich sein muss. Hinzu kommen signifikante Konflikte mit den Desians, Halbelfen, welche gegenüber Menschen äußerst grausam vorgehen. Warum sie das tun, soll im Verlauf der Handlung gezeigt werden, aber nachdem der Nichtangriffspakt mit jenen Desians und dem Dorf Iselia durch einen tragischen Zwischenfall gebrochen worden ist, nimmt das Schicksal unaufhörlich seinen Lauf, bei dem Lloyd die Wahrheit über den Tod seiner Mutter erfährt, welche wegen ihres Exspheres von Desians  getötet worden ist. Jenes Exsphere soll dem Träger besondere Fähigkeiten verleihen, aber warum die Feinde gerade dieses spezifische Teil  begehren bleibt erst einmal unklar. Dennoch ist dies der Anstoßpunkt für Lloyd, weil er sich nun dazu entschließt Colette auf ihrer Reise zu begleiten, auch um Rache zu nehmen. Natürlich lässt dies seinen Freund Genis nicht kalt, sodass er mit seiner Magie eine gute Unterstützung bildet, aber unsere Helden werden auf ihrer Reise noch einige bitterböse Wendungen bzw. Mysterien erleben, die vieles verändern können…

In der anschließenden Fortsetzung „Dawn of The New World“ steigen wir zwei Jahre nach den Ereignissen des Erstlings ein und finden eine Welt vor, die langsam im Chaos zu versinken droht, während der bekannte Held Llyod Irving scheinbar eine ganz andere Person geworden ist. Er soll angeblich ein Massenmörder sein, welcher nur aus Blutdurst tötet, so auch die Eltern von Emil, dem Protagonisten, welcher nun unerbittliche Rache schwört, aber er hat keinerlei Kampferfahrung, noch sonst irgendwelche Fähigkeiten in diesem Bereich aufzuweisen, sodass es ein hoffnungsloses Unterfangen ist, aber wie es natürlich kommen musste überschlagen sich die Ereignisse, bei dem Emil einen Pakt schließt, dem es ihm von nun an ermöglicht Lloyds Spuren aufzunehmen. Aber zu welchem Preis und was verbirgt sich tatsächlich hinter dem Verhalten des einstigen Helden?

Tales of Symphonia Chronicles (PlayStation 3) 03

Aufmachung:

Tales of Symphonia Chronicles (PlayStation 3) 01Was einem bei dem nun knapp zehn Jahre alten „Symphonia“ direkt auffällt ist das Opening, welches nun dem japanischen Original gleicht, hatte man in den westlichen Versionen einst nur eine Orchestermusik, so ist der original japanische Gesang dabei und in meinen Augen macht es diese Version auch besser, wobei es natürlich Geschmackssache ist. Unabhängig davon zeigt uns das Opening, wie man es von der „Tales of“ Serie gewohnt ist, schöne Szenen und schicke Anime Sequenzen, bei dem sich Kenner des Originals an nostalgische Momente erinnern. Ein sehr gelungener Einstieg in das Spiel, welches bei jedem Starten immer wieder sehenswert ist!

Die Handlung erstreckt sich auf etwa 50 Spielstunden, wobei die Grenzen zwischen Freund und Feind immer weiter verschwimmen, denn Geheimnisse werden aufgedeckt, sodass die Reise der Auserwählten in einigen Momenten in Frage gestellt werden kann. Tut man das richtige? Hierzu tragen Antagonisten bei, welche sich im Verlauf der Geschichte öffnen, ihre Intention zeigen, weshalb man langsam verstehen kann weshalb die Figuren gerade so agieren. Hinzu kommen einige Überraschungen bzw. genügend Wendungen, die den Spieler in den Bann ziehen, weil man wissen möchte wie es weiter geht. Es ist auch eine große Bewährungsprobe für die Protagonisten, weil sie sich ihrer Reise nicht mehr sicher sind, der moralische Aspekt nimmt Einzug und lässt sie in einigen Situation besonders menschlich erscheinen, da sie ja doch nicht voller Stärken sind, sondern Zweifel, sowie Angst haben. Zwar wirkt die Handlung in einigen Passagen unnötig in die Länge gezogen, aber insgesamt kann man ein wunderbares Abenteuer erwarten, welches Freundschaft, Freude, Trauer und Liebe thematisiert, auf einem langen Weg, der die Welt retten soll. Des Weiteren werden die Charaktere auch durch die im Spiel immer wieder vorkommenden Dialoge durchleuchtet, zeigen sie uns amüsante Gespräche, wodurch die zuweilen verrückten Charaktereigenheiten jeder Person besser verstanden werden kann.

Neben der Haupthandlung kann man aber auch einiges an optionalen Sachen machen, so gibt es Minispiele, versteckte Extras, eine Kampfarena, oder unentdeckte Dungeons, sowie Bossgegner. Zwar sind diese Elemente abseits der linearen Handlung nicht reichhaltig, können sie aber dennoch Abwechslung bringen und sind letztlich eine gute Ergänzung. Bei der Charakterentwicklung geht es nach dem klassischen Prinzip: Nach Kämpfen gibt es Erfahrungspunkte und wenn eine bestimmte Anzahl erreicht worden ist, steigt der Charakter im Level auf, sodass sich die Attribute verbessern, während neue Fähigkeiten erlernt werden können. Zudem ist es mit sogenannten Titeln und Gemmen möglich die Charakterentwicklung zu beeinflussen. Jene Elemente werden im Spielverlauf freigeschaltet und sorgen dafür, dass bestimmte Attribute wie Stärke, oder KP besonders ansteigen. Hierdurch kann man die Figuren ein wenig individueller entwickeln lassen, also bekommt Genis, der ja oftmals seine Zauber einsetzt, am besten die Konfiguration, die seine Magie stärker werden lässt. Die Entscheidung liegt bei euch.

Kernelement von „Symphonia“ ist natürlich das dynamische Kampfsystem. Der Spieler darf immer nur einen Charakter aktiv steuern, während die restlichen drei Mitglieder des Teams von der KI gesteuert werden. Wie allzu oft agieren die KI Kumpanen nicht immer zufriedenstellend, aber wir können sie in ihrem Verhalten im Strategie Menü beeinflussen, sodass entweder eine offensive, oder defensive Ausrichtung genutzt werden darf. Außerdem lässt sich auch der Gebrauch der Manareserven einstellen, sodass die KI bestimmte Rollen einnehmen kann. Dies funktioniert gar nicht so schlecht, aber bei Bosskämpfen könnte es manchmal zu Schwierigkeiten kommen, wenn die Strategie überhaupt nicht stimmen mag, denn die KI neigt auch mal dazu sich einfach vor den Gegner zu werfen. Zum Glück gibt es einen sehr unterhaltsamen Multiplayer, bei dem jederzeit ein menschlicher Spieler mitmischen darf. Insgesamt also bis zu vier Spieler, sodass spaßigen Kämpfen nichts mehr im Wege steht. Zwar funktioniert der Multiplayer nur in Kämpfen, aber es ist eine sehr schöne Funktion, die das Spiel bereichert. Zufallskämpfe in dem Sinne gibt es indes nicht, denn die Gegner könnt ihr schon im Areal erkennen und entscheiden, ob es zu einem Kampf kommen soll, oder ob man denen doch nicht lieber ausweichen sollte. So, oder so: Besiegte Gegner tauchen nach kurzer Zeit an derselben Stelle wieder auf. Im Kampf gilt es dann die Mischung aus Blocken und Angreifen zu verinnerlichen, um zu gewinnen, wobei der Kampf jederzeit pausiert werden kann, damit man die Strategie ändert, oder Items benutzt. Neben den Kämpfen gibt es in den Dungeons auch Schalter und Schiebe Rätsel, bei dem die ein, oder andere Herausforderung gutes Nachdenken voraussetzt.

Grafisch gesehen kann das Spiel auch jetzt noch mit seinem schönen Cel Shading Design überzeugen, bei dem schöne Landschaften, sowie einige liebevolle Details die stimmige Spielwelt erschaffen, sodass im Kombination mit nostalgischen Tönen eine angenehme Atmosphäre aufgebaut wird. Durch die HD Frischzellenkultur bekommen wir nun stärkere Farben und hoch auflösende Texturen geboten, welche dem Spiel gut tun, wobei die Animationen zuweilen statisch, oder abgehakt ausschauen. Hier hätte man nachbessern können, aber optisch ist es schon annehmbar für solch ein altes Spiel. Anders als noch im Original gibt es nun auch die original japanische Synchronisationsfassung, die gegenüber der englischen mit mehr vertonten Dialogpassagen daherkommt, während beide Fassungen ihre Arbeit sehr gut machen.

Tales of Symphonia Chronicles (PlayStation 3) 06

Tales of Symphonia Chronicles (PlayStation 3) 02In der Fortsetzung „Dawn of The New World“ kann man sich wieder zurücklehnen und das schöne Opening genießen.

Bezeichnend für diesen Titel ist, dass Emil nach dem Pakt nun die Gabe besitzt Monster unter seine Kontrolle zu bringen, welche von nun an als Verbündete fungieren. Durch die facettenreichen Möglichkeiten ergeben sich gute Möglichkeiten und das Fangen dieser Monster kann einen Motivationsschub geben, aber dafür werden die eigentlichen Charaktere in den Hintergrund gerückt. Mit Emil und Marta haben wird diesmal nur zwei Hauptcharaktere, während sich die weiteren Figuren nur temporär anschließen und auch bezüglich der Charakterentwicklung unerheblich sind, weil sie die Gruppe auch wieder verlassen. Dies ist insofern schade, da man die Monster nicht selbst spielen kann, weshalb sich die Anzahl spielbarer Charaktere deutlich verringert hat, zumal man sich nun nicht mehr jederzeit mit vier Leuten in den Kampf stürzen kann, weil es oftmals nur zwei aktive Figuren zum Kontrollieren gibt. Schade!

Von dem abgesehen tauchen einige Charaktere auf, welche man im Vorgänger schon kennen und vielleicht sogar schon lieben gelernt hat, aber diesmal aus einem anderen Blickwinkel, da ja auch zwei Jahre vergangen sind. Die charakterliche Wandlung stellt hierbei eine interessante Komponente dar, welche den Spieler dazu motiviert in der Handlung fortzuschreiten, um die Wahrheit herauszufinden. Außerdem werden einige Querverweise und Anspielungen auf den Vorgänger gemacht, sodass besonders Fans auf ihre Kosten kommen werden.

Wie bereits bekannt kann man der KI wieder bestimmte Verhaltensmuster zuweisen, diese agiert auch passabel, aber man muss dennoch öfters eingreifen, um den Kampf in die richtige Bahn zu lenken. Die Monster lassen sich leider gar nicht steuern, sodass man sich dahingehend einfach auf die KI verlassen muss. Das Echtzeitkampfsystem ist nach wie vor die Basis für unterhaltsame Kämpfe und anders als im Vorgänger darf man sich jetzt sogar frei bewegen, sodass sich dadurch mehr Möglichkeiten ergeben. Sehr gut! Das Kampfsystem ist sehr einfach zu verinnerlichen, lässt aber im weiteren Verlauf viele Möglichkeiten offen, denn es gibt viele nutzbare Fähigkeiten, sodass diese zum Experimentieren einladen, um so möglichst effektive Kombi zu nutzen.

Außerdem nutzt „Dawn of The New World“ wieder einmal Rätselpassagen, sowie Nebenaufgaben, um das Spiel aufzulockern und Abwechslung zu bieten. Die sind zwar nichts Besonderes, aber dennoch sehr unterhaltsam, während das Craften, also das Herstellen von Waffen, sowie Rüstungen sehr motivierend ist, kann man seine Kämpfer immer weiter verbessern, wobei auch die Monsterzucht eine besondere Rolle zugeschrieben wird. Emil kann diese nämlich rekrutieren und diese können sich, genügend Kamperfahrung vorausgesetzt, sogar weiterentwickeln, sehen äußerlich cooler aus und sind auch eine wahrlich gute Unterstützung, um schwierigere Kämpfe zu bewältigen, sodass man das Entwickeln der Monster als wichtige Aufgabe ansehen muss, um erfolgreich zu sein. Wem dieses Spielelement zusagt, der wird sehr viel Spaß damit haben, denn es gibt einige Kreaturen, die man nutzen kann.

Die Story kann indes mit einer spannend inszenierten Geschichte überzeugen, die auch vom Umfang her stimmt, während acht verschiedene Story Enden Wiederspielwert erzeugen. Außerdem sind auch die typischen Party Gespräche mit an Bord, die uns einige Hinweise, oder herzhafte Lacher bescheren. Ja, die Charaktere sind gut getroffen, sind sympathisch und können die Handlung gut tragen und auch fast alle Dialoge sind komplett vertont, weshalb die Atmosphäre dadurch erheblich verbessert wird, während die Spielwelt liebevolle gestaltet ist. Hinzu gesellt sich eine nette Musikuntermalung, die in einigen Situationen wahrliche Emotionen versprüht.

Tales of Symphonia Chronicles (PlayStation 3) 05

Fazit:

Tales of Symphonia Chronicles“ ist ein sehr gutes Komplettpaket für all jene, welche die Symphonia Saga noch nicht kennen, aber noch kennenlernen wollen. Es bietet insgesamt gute Unterhaltung über 100 Stunden, interessante Charaktere, einen Multiplayer Modus mit gutem Kampfsystem, sowie einer liebevollen Spielwelt. Auch die Handlung weiß in beiden Fällen zu überzeugen, nutzt es intelligente Wendungen, die überraschen können. Mit dem Prinzip der Monsterzucht führt „Dawn of The New World“ sogar etwas neues in die Tales Reihe ein, ein Element welches für gute Motivation sorgen kann. Wer JRPGs mag, der wird an dieser HD Neuauflage wohl nicht herumkommen!

Tales of Symphonia Chronicles (PlayStation 3) 04

Hier noch ein Trailer zur HD-Sammlung:

Sayonara to dewa mata.

.

Euer

Koji

 

Vielen Dank an Bandai Namco für die Überlassung eines Rezensionsexemplars.

Bandai Namco Games

6 Responses so far.

  1. Enix sagt:

    Wenn man so liest, bekommt man richtig Bock drauf.

  2. Alybubsen sagt:

    ToS ist noch bis heut mein liebstes Tales of game daher wer ich mir das HD Remake natürlich besorgen. ICh hoffe ja sie wird ein erfolg so das Namco auch die anderen Tales of teile remaket vorallem die welche es damals nicht hier her schaften. Dann aber bitte mit 60fps 😉

  3. Katrin K. sagt:

    Ebenfalls ein Must-Buy der nächsten Monate. Da ich nie einen Game Cube besessen habe, dafür aber eine Ps3 mein Eigen nennen kann freu ich mich nun, dass es eine HD-Neuauflage bekommen hat :3 YAY!

  4. Loveaoi sagt:

    Ich bin absoluter Fan der Tales of Reihe *^* auch Wenn ich ersteres fuer den GameCube besitze Und das andere fuer die wii werd ich mir diese ps3 version kaufen, alleine die neuen Features Und die Monster Zucht reizen mich :3 *Lloyd ftw xD *

  5. Claudia Br sagt:

    Der Teil steht auch auf meiner Warteliste 🙂 Bin dank Tales of Graces auf den „Tales of“ Geschmack gekommen. Schön beschrieben!

  6. […] Namco Games“ entwickelt bei Bandai Namco Studios, ehemals Namco Tales Studio (Tales of Xillia 2, Tales of Hearts R) unter der Leitung von Hideo Baba (Eternal Sonata, „Tales of“-Serie) und Animeszenen von […]

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