...Erstellt am 12.02.2014 by Koji 6 Comments

Danganronpa: Trigger Happy Havoc (PlayStation Vita) 00

Heute für Euch gespielt:

Danganronpa: Trigger Happy Havoc“ aus dem Hause „NIS America (Nippon Ichi Software America)“ vom noch jungem Entwicklerstudio Spike Chunsoft (Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit, Zero Escape – Virtue’s Last Reward).

Danganronpa: Trigger Happy Havoc (PlayStation Vita) 02

Story:

„Ich bin Makoto Naegi, ein ganz gewöhnlicher Schüler, der von den Hobbys, Aktivitäten und ja sogar vom Aussehen her vollkommen durchschnittlich ist, denn ich falle nirgends direkt auf, noch bin ich in irgendeiner Sache richtig gut, sodass die „Normalität“ mich sogar langweilig finden würde und doch wurde ich von der Hope’s Peak Academy eingeladen, um deren neuer Schüler zu werden. Kennt ihr diese Schule? Es ist eine Institution, die weit über einer elitären Schule steht, denn es dürfen nur all jene Schüler hin, die in einem bestimmten Bereich herausragende Fähigkeiten besitzen. Im Internet konnte ich mal ein wenig nachrecherchieren und entdeckte bspw. Sayaka Maizono, zwar noch jung, aber im ganzen Land schon vollkommen bekannt! Sie ist ein äußerst beliebter Popstar und zudem Frontsängerin einer Gruppe! Oder Asahina, ein wahres Schwimmass, welches schon bei den olympischen Spielen nominiert worden ist. Ach ja! Leon Kuwata, der beste Baseball Spieler in seinem Team und zudem mit so jungen Jahren schon weitaus besser, als mancherlei Profi! Man sieht, dass diese Schule wirklich ohne Ausnahme unglaubliche Persönlichkeiten beherbergt, die passend zum Namen die Hoffnung der Zukunft sind, aber welche Rolle übernehme ich hier? Laut schreiben sei ich durch Zufall ausgewählt worden und bin somit der „ultimate lucky student“. Schon jetzt weiß ich, dass ich nicht zu dieser Schule mit all ihren Talenten passe, aber es ist mein Ziel mich hier durchsetzen, da es heißt: Wer erfolgreich den Abschluss macht, den stehen allerlei Möglichkeiten für die Zukunft offen, weshalb mich diese Tatsache doch sehr reizt. Wirklich schaden wird es ja auch nicht. Dachte ich zumindest…

Vor der Schule angekommen machte ich mir einige Gedanken, was mich denn nun erwarten würde, aber wirkliche Vorstellungen hatte ich nicht. Das Überlegen bringt mich nun auch nicht weiter, sodass ich mich hineinbegebe, wobei es noch knappe 40 Minuten bis zur Einführungszeremonie sind. Naja, dann schaue ich mich solange ein wenig um. Was?! Warum dreht sich auf einem Mal alles? Ich kann keinen klaren Gedanken mehr fassen, denn das was ich zu sehen vermag verschwindet immer weiter bis ich gänzlich wegtrete.

Arrghh! Was das denn gerade eben? Wo bin ich denn jetzt? Es sieht nach einem Klassenzimmer aus, aber warum zum Teufel sind die Fenster mit Metallplatten verbarrikadiert? Nun gut, nur ruhig bleiben. Ich sollte mich am besten zur Eingangshalle begeben. Dort angekommen warteten auf mich schon die anderen Schüler, die heute ebenfalls ihren ersten hätten haben sollen, aber keiner von ihnen kann mir erklären was gerade tatsächlich abläuft, viel mehr stellt sich heraus, dass ihnen dasselbe widerfahren ist, wie ich. Das kann kein Zufall sein! Was mich aber noch mehr stört ist die Tatsache, dass die Eingangshalle gänzlich anders aussieht, als zu meiner Ankunft! Die Eingangstür scheint durch eine riesige Vorrichtung aus massivem Stahl ersetzt worden zu sein und sie sieht auch nicht danach aus, als würde sie sich öffnen lassen. Nervosität macht sich breit, aber noch wissen wir nicht was genau los ist, also nicht überreagieren. In kurzen Konversationen machten wir uns gegenseitig bekannt und ich konnte das Popidol Sayaka ganz persönlich gegenübertreten. Sie scheint ganz normal zu sein, aber von ihrer Gangart her sehr nett, während meine Bekanntmache mit Kyouko Kirigiri fast keinerlei Worte brauchte. Sie ist schon extrem wortkarg und in ihrem Gesichtsausdruck erkenne keinerlei Angst, oder sonstiges, weshalb sie sehr gefasst wirkt, aber aus ihr werde ich so schnell nicht schlau, denn ich habe keine Ahnung warum sie hier ist, denn ihre besondere Fähigkeit, die sie dazu berechtigt diese Schule beizutreten mag sie nicht preisgeben. Sie ist das personifizierte Geheimnis! Auch die anderen Schüler scheinen eine besondere Präsenz auszustrahlen und erscheinen tatsächlich besonders, oder in Maßen auch irgendwie verrückt, aber das möchte ich nun nicht beurteilen, kenne ich doch niemanden.

*Lautsprecheransage wurde getätigt* Eine wirklich komische Stimme hat uns gebeten in die Sporthalle zu gehen, um mit der Einführungszeremonie anzufangen. Gehört all dies mit dazu? Gehört zu einer solch eigenartigen Schule auch eine solch bizarre Einführung? Es scheint so und doch musste ich mich täuschen, denn in der Halle angekommen erscheint ein kleiner Bär mit Namen Monokuna, der optisch gesehen zwei vollkommen kontrastierende Seiten besitzt und auch noch sprechen kann! Dies musste ein Roboter sein, der irgendwie gesteuert wird, aber doch agiert dieser Bär zu individuell. Letztlich ist dies nicht das Problem, da das, was er uns nun sagte wie ein Schlag ins Gesicht war. Wir alle sollten in dieser Schule unser aller Leben bis zum Tode ausharren. Einen Ausweg gibt es nicht und nun wurde mir auch klar warum alle Fenster, Ausgänge, oder sonstige Wege blockiert sind. Einige meinen es sei doch nur ein schlechter Witz, denn das Gesagte klang so unwirklich, als es hätte wahr sein können, aber es war die Wahrheit. Der einzige Weg raus aus diesem irren Ort ist es zu Töten! Wir konnten unseren Ohren nicht trauen, aber dieser kranke Bär meinte es ernst. Wer es schafft einen anderen umzubringen, ohne ertappt zu werden, dem wird die Flucht gewährt. Der intelligente Mord, bei dem man nicht auffliegen darf, bei dem niemand beweisen kann, dass man es getan hat, sollte die Lösung sein. Es ist verrückt, ein wahrlich verrücktes Spiel, welches ich nicht zu realisieren vermochte, viel mehr fühlte ich mich vollkommen ausgelaugt, geschwächt, denn diese Last drohte mich vollständig zu erdrücken. Wenn ich mich umsah, dann erkannte ich, dass die anderen ebenfalls die Fassung verloren und auf einem Mal gewisses Misstrauen herrscht. Wem kann ich vertrauen, wem nicht? Ist es vielleicht sogar ohne Töten möglich aus dieser Hölle zu entkommen? Das erste was wir taten war die Erkundung dieser Schule nach Hinweisen auf den Täter, oder etwaiges im Hinblick auf einen Ausgang, während wir alle zu jenem Zeitpunkt zumindest noch keine Mordgedanken hatten, denn es war viel zu abstrakt und absolut nicht greifbar und doch geschahen solcherlei grausamen Dinge, denn der Mensch ist ja doch nur ein egoistisches Wesen? Rückblickend gesehen war ich nicht der „ultimate lucky student“, sondern der „ultimate unlucky student…“

Danganronpa: Trigger Happy Havoc (PlayStation Vita) 03

Aufmachung:

Danganronpa: Trigger Happy Havoc“ ist eine ganz klassische Visual Novel, also einem Medium, welches das Erzählen in den Vordergrund setzt. Aus der Sicht vom Protagonisten Makoto Naegi verfolgen wird die Ereignisse rund um Hope’s Peak Academy, können dabei die Gedanken und Monologe von Makoto erfassen und ihn aus der Ego-Ansicht steuern. Das Spiel funktioniert per Point and Click Feature, bei dem man allerlei Dinge in seiner Umgebung untersuchen kann. Ansonsten gilt es natürlich mit den verschiedenen Schülern in Konversationen zu kommen, damit die Handlung progressiv weitergeführt wird, um vielleicht doch noch einen Weg herauszufinden. Da es eine Visual Novel ist, müsst ihr euch damit abfinden viel zu lesen, denn das ist das Kernelement. Egal ob Dialoge, oder Monologe: Es sind letztendlich Texte um Texte, die im Spiel vorkommen, welche langsam aber sicher eine atmosphärische Art einnehmen und somit wirklich spannend wird. Leider sind alle Texte nur auf Englisch vorzufinden, während die Synchronisation in englischer, oder vorzugsweise japanischer Sprache vorliegt.

Die Steuerung funktioniert ohne Probleme und wird dank einiger Erklärungen auch verständlich gemacht. Genauso werden weitere Spielmechaniken erklärt und lassen den Spieler niemals im Dunkeln. „Dangan Ronpa“ gliedert sich nach dem Prolog in verschiedene Passagen: Zum einen dürft ihr in der „free time“ die Schule nach Belieben erkunden und mit allen Charakteren Zeit verbringen. Wie und mit wem liegt hierbei ganz bei euch. Es ist ein zentrales Spielelement, welches sehr interessant ist, denn in den Konversationen lernt man die Charaktere am besten kennen, wobei diese so schön vielfältig sind. Des Weiteren sind sie niemals typisiert, sondern zeigen viele Facetten auf, sofern man die Figur näher kennenlernen durfte, aber ob die Personen tatsächlich so sind, wie sie sich geben, kann bei einigen angezweifelt werden, denn das Morden ist nach wie vor erst einmal die einzige Möglichkeit zu entfliehen, weshalb dies zu ambivalenten Situationen führt, bei dem man einen Charakter vielleicht gar nicht trauen möchte, obwohl er einen wirklich netten Eindruck macht. Man möchte schließlich nicht betrogen werden, doch die Entscheidungsfreiheit liegt bei einem selbst. Es ist also möglich sich mit allen zu unterhalten und sich mit einigen anzufreunden, um nicht nur mehr über die Vergangenheit, oder deren Eigenarten zu erfahren, sondern diese Charaktere auch ein Stück weit ins Herz zu schließen, die von nun an gute Verbündete sein können. Jeder Charakter hat seine eigene Geschichte, seine Intention, die eigene Art, die ihn besonders macht und das macht sie je nach Ansichtssache sympathisch, oder unsympathisch, sodass man sich auf wirklich gut durchdachte Figuren einstellen darf. Gerade dadurch wird die Geschichte, welche zunehmend an Fahrt aufnimmt, interessant und letztlich spannend, während einige Wendungen eine Klimax herbeiführen.

Neben der „free time“ gesellt sich der Sektor der „investigation“, denn wie ihr schon vermutet habt, werden wohl, oder übel Morde stattfinden, die aufgeklärt werden wollen. Vergleichbar mit einem „Phoenix Wright: Ace Attorney“ werden bestimmte Beweisstücke gesucht, analysiert und kombiniert, damit man diese im „school trial“ vorlegen kann, damit der Mörder auch überführt wird. Außerdem müssen alle davon überzeugt sein, weshalb kluges Vorgehen vonnöten ist. Im „school trial“ kommt es zu einigen Minispielen, während man unter Zeitdruck gut nachdenken sollte, um Fehler in Aussagen der Figuren zu entdecken, die dann mit den gefundenen Beweisen belegt werden. Es spielt sich sehr dynamisch und kann durch die aktive Musikuntermalung eine gewisse Hektik bzw. Anspannung kreieren, die der Spieler definitiv spürt. Ein wenig Action ist also auch vorhanden.

All dies ist in einer wirklich schön designten Visual Novel namens „Danganronpa: Trigger Happy Havoc“ implementiert worden, bei dem das Charakterdesign mit großer Vielfältigkeit überzeugen kann. Zwar sollte man neben den tollen Designs keine gute Grafik erwarten, aber für eine Visual Novel ist dies absolut ausreichend, zumal es einst ein PSP Spiel war, sodass die Vita Version insgesamt eigentlich schon hübsch ist. Während man in der Schule verschiedenste Dinge untersucht, kann man immer wieder einige Monokuma Münzen finden, die für Extras ausgegeben werden können. Entweder Geschenke, welche euren Gesprächspartnern verschenkt werden können, um die Beziehung zu stärken, oder für Artworks, Musik, und Videos. Schön, dass es einiges zum Freischalten gibt!

Danganronpa: Trigger Happy Havoc (PlayStation Vita) 04

Fazit:

Danganronpa: Trigger Happy Havoc“ ist eine Visual Novel, die gute, zuweilen detailliert ausgestaltete Figuren beinhaltet, die in einer wirklich spannenden Handlung verflochten werden. Das Spiel wird von Kapitel zu Kapitel spannender, denn man nähert sich immer weiter der Auflösung, während die angespannte Atmosphäre nicht mehr loslässt, könnte jeder ein Mörder sein. Auf begrenztem Raum muss man nun mit anderen zusammen leben und man kann nie wissen wem man vertrauen kann. Außerdem offenbaren die Gespräche oftmals interessante Punkte, die den Spieler tiefer ins Geschehen ziehen, denn jeder der Charaktere hat seine individuelle Geschichte, sodass deren Verhalten dahingehend nachvollziehbar sein wird. Überhaupt ist der Cast ein wirklich interessanter, beinhaltet er verschiedene Typen an Persönlichkeiten, die einem sowohl sympathisch, wie unsympathisch sein können, dabei kann man aber immer selbst bestimmen mit welcher Person man seine Zeit verbringen möchte, um diese näher kennenzulernen. Durch überraschende Wendungen gewinnt die Handlung an Dynamik, während man im „school trial“ unter Druck richtige Entscheidungen treffen muss, weshalb sich das Spielgeschehen absolut intensiviert.

Wer schon Zero Escape – Virtue’s Last Reward mochte, dem wird auch „Danganronpa: Trigger Happy Havoc“ gefallen! Aber auch alle anderen, die kein Problem mit der englischen Sprache haben und die Handlung, sowie das Design interessant finden, dürfen gerne reinschauen, denn es ist ein sehr guter PS-Vita Titel, welcher knappe 40 Stunden lang spannende Inszenierung bietet.

Danganronpa: Trigger Happy Havoc (PlayStation Vita) 01

Und hier noch der offizielle englische Trailer:

Sayonara to dewa mata.

.

Euer

Koji

 

Vielen Dank an NIS America für die Zusendung eines Voucher-Codes.

NIS America

6 Responses so far.

  1. Alybubsen sagt:

    Man hört ja seit wochen sehr viel gutes im netz über das spiel ich glaub ich werde es mir das irgendwann mal zulegen. Muss erst mal den dicken Backlog abarbeiten.

  2. Noir sagt:

    Macht wirklich einen sehr gute Eindruck, würde das Spiel auch sehr gerne spielen -.-, aber zum Glück kann ich auf meinem 3DS viele andere geile Games zocken (yay neues Etrian ^^)

  3. Katrin K. sagt:

    Auch so ein Spiel, das ich gerne mal zocken wollen würde – mir aber die Hardware fehlt. ARGH! Aber was beschwere ich mich, ich hab ja ne PS3 dafür ^^#
    Schau ich eben die Cosplays zum Spiel an 😀

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